Der Preisschock aus den Jahren der hohen Inflation hallt 2026 noch nach, obwohl die Inflationsrate auf etwa 2 Prozent gesunken ist. Besonders Lebensmittel- und Energiepreise bleiben auf hohem Niveau und belasten Haushalte weiter.
Ursachen des anhaltenden Preisschocks
Die Preiserhöhungen bei Lebensmitteln resultieren aus steigenden Rohstoffkosten für Kakao, Kaffee und andere Produkte, die durch globale Lieferkettenstörungen verstärkt wurden. Energiepreise wirken sich indirekt auf fast alle Güter aus, da sie Produktion und Transport verteuern. Neue EU-Regeln gegen Abholzung treiben zudem Preise für Kaffee, Schokolade und Fleisch um 5 bis 15 Prozent in die Höhe.
Auswirkungen auf Verbraucher
Ärmere Haushalte leiden stärker, da Energie, Kraftstoffe und Nahrungsmittel einen großen Budgetanteil ausmachen – bis zu 5,8 Prozentpunkte Inflationsbeitrag. Die Kerninflation bei 2,4 Prozent deutet auf strukturelle Preisdrücke hin, die sich nicht schnell abschwächen. Prognosen sehen für 2026 eine Inflationsrate um 2 Prozent, mit steigenden Dienstleistungen wie Friseuren und Reisen.
Maßnahmen und Entlastungen
Ab 2026 dämpfen Entlastungen wie die Absenkung der Gasspeicherumlage und Stromsteuersenkungen die Energiekosten; Haushalte sparen durchschnittlich 160 Euro jährlich. Der Ausbau erneuerbarer Energien stabilisiert Strompreise langfristig. Dennoch kritisieren Ökonomen, dass Preise nicht sinken, sondern stabil hoch bleiben.
Ausblick für 2026
Experten erwarten eine Inflationsrate von 1,9 bis 2,4 Prozent, getrieben durch Lohn-Preis-Spiralen und CO₂-Steuererhöhungen. Politische Maßnahmen wie Entlastungen mildern den Druck, doch der Preisschock wirkt weiter nach, insbesondere bei Lebensmitteln und Energie. Verbraucher sollten Budgets anpassen und auf nachhaltige Alternativen setzen.
Quellen
Der Preisschock wirkt immer noch nach
Geringer Anstieg für CO2-Preis auf Brennstoffe erwartet