Millionen gesetzlich Versicherter in Deutschland stehen 2026 vor höheren Kosten für ihre Krankenkasse. Der Hauptgrund: Der Zusatzbeitrag, ein extra Aufschlag auf den festen Beitrag von 14,6 Prozent, den jede Kasse individuell festlegt. Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich die Beiträge gleichmäßig, doch für viele bedeutet das weniger Netto im Lohn. Experten prognostizieren Durchschnittserhöhungen um bis zu 0,6 Prozentpunkte – ein Schlag für den Geldbeutel.
Was ist der Zusatzbeitrag und warum steigt er?
Der gesetzliche Krankenversicherungsbeitrag setzt sich aus dem einheitlichen Beitrag von 14,6 Prozent zusammen, der von Arbeitnehmer und Arbeitgeber geteilt wird. Dazu kommt der Zusatzbeitrag, den die rund 90 Krankenkassen selbst bestimmen. Er finanziert zusätzliche Leistungen oder deckt Defizite ab.
Für 2026 melden viele Kassen deutliche Erhöhungen. Die Ursachen: Steigende Ausgaben für Medikamente, Personalkosten in Kliniken und eine alternde Bevölkerung. Laut Prognosen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) könnte der Durchschnittszusatzbeitrag auf 2,5 Prozent klettern – das wären monatlich bis zu 50 Euro mehr pro Versichertenhaushalt bei einem Bruttolohn von 4.000 Euro.
Quellen
Diese Krankenkassen sind jetzt richtig teuer
Wer ab 2025 Hunderte Euro mehr für die Krankenkasse zahlen muss