Das Ende des Supports für Windows 10 am 14. Oktober 2025 zwingt Millionen Nutzer weltweit, ihre noch funktionsfähigen PCs zu entsorgen, da diese nicht auf Windows 11 upgraden können. In Deutschland allein sollen rund zehn Millionen Computer betroffen sein, was massive Umweltfolgen nach sich zieht. Experten kritisieren dies als geplante Obsoleszenz durch Softwarepolitik.
Support-Ende für Windows 10
Microsoft hat den automatischen Support für Windows 10 eingestellt, sodass keine Sicherheits- oder Funktionsupdates mehr kommen. Betroffen sind schätzungsweise 400 Millionen Geräte global, darunter viele in Europa und Deutschland. Ohne Updates steigt das Risiko für Cyberangriffe und Systemausfälle erheblich.
Hardware-Hürden für Windows 11
Viele ältere PCs erfüllen die Anforderungen von Windows 11 nicht, etwa TPM 2.0 oder moderne Prozessoren. Dadurch werden technisch einwandfreie Rechner aus dem Update-Zyklus ausgeschlossen. Schätzungen gehen von 240 bis 400 Millionen verschrotteten PCs aus.
Umwelt- und Klimaschäden
Der Support-Stopp könnte über 700 Millionen Kilogramm zusätzlichen Elektroschrott erzeugen durch erzwungene Neuproduktion. Organisationen wie Right to Repair protestieren gegen diese „Software-Obsoleszenz“ und fordern EU-Regeln für mindestens 15 Jahre Updates. In Deutschland muss Elektroschrott gesetzeskonform recycelt werden, etwa über Fachhandel oder Wertstoffhöfe.
Alternativen und Lösungen
Ein Umstieg auf Linux-Distributionen wie Ubuntu verlängert die Nutzungsdauer älterer Hardware. Microsoft bietet einjährige kostenlose Extended Security Updates (ESU) in Europa, erfordert aber ein aktives Konto. Right to Repair plädiert für Reparaturrechte und Wiederverwendung statt Verschrottung.
Quellen
Warum Millionen PCs verschrottet werden müssen
Millionen PCs werden Wegwerf-Ware