Die EU-Kommission plant eine deutliche Aufweichung des geplanten Verbots für Neuwagen mit Verbrennungsmotoren ab 2035. Statt einer vollständigen CO₂-Null-Emission sollen Hersteller nur noch eine 90-prozentige Reduktion erreichen, was den Einsatz von Verbrennern mit alternativen Kraftstoffen ermöglichen würde. Dieser Kurswechsel wird als Signal für die Autobranche gewertet, um Arbeitsplätze zu sichern.
Hintergrund des ursprünglichen Plans
Das Verbrenner-Aus war 2022 beschlossen worden, um den Klimazielen der EU zu entsprechen: Ab 2035 sollten Neuwagen keine klimaschädlichen CO₂-Emissionen mehr ausstoßen. Zwischenziele sahen eine Senkung um 15 Prozent bis 2025 und 55 Prozent bis 2030 vor. Der Plan geriet jedoch unter Druck durch wirtschaftliche Herausforderungen in der Autoindustrie.
Gründe für die Rücknahme
EVP-Fraktionschef Manfred Weber kündigte die Änderung an und sprach von einem Ende des Technologieverbots für Verbrenner. Deutscher Kanzler Friedrich Merz und die Autoindustrie forderten eine Lockerung, um Wettbewerbsfähigkeit zu wahren. Die Kommission will alle Technologien offenhalten, wie Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas betonte.
Auswirkungen auf Industrie und Umwelt
Die Aufweichung könnte zigtausende Jobs in Europa retten, birgt aber Risiken für Klimaziele. Hersteller könnten weiter in E-Fuels oder Hybride investieren, statt voll auf Elektro umzusteigen. Noch muss das Europaparlament und der Rat der EU-Staaten zustimmen, was zu Verzögerungen oder Änderungen führen könnte.
Quellen
EU-Kommission will Verbrenner-Aus zurücknehmen
Kommission denkt über Ende des Verbrenner-Stopps nach