Die AfD-Bundestagsfraktion steht vor internen Spannungen durch disziplinarische Verfahren und Skandale. Aktuelle Ordnungsmaßnahmen gegen Abgeordnete wie Rüdiger Lucassen und Matthias Moosdorf heizen die Stimmung an. Diese Entwicklungen offenbaren Risse innerhalb der Partei.
Ordnungsverfahren gegen Rüdiger Lucassen
Der AfD-Fraktionsvorstand hat ein Ordnungsverfahren gegen Rüdiger Lucassen, Leiter des Arbeitskreises Verteidigung, eingeleitet. Grund ist eine Bundestagsrede vom 5. Dezember 2025, die als öffentliche Kritik an der Fraktionslinie gewertet wird und erhebliche negative Reaktionen auslöste. Viele Abgeordnete kritisieren eine destruktive Haltung aus den Ostverbänden, die Koalitionsfähigkeit behindert.
Anklage gegen Matthias Moosdorf wegen Hitlergruß
Die Staatsanwaltschaft Berlin erhebt Anklage gegen AfD-Abgeordneten Matthias Moosdorf wegen des Zeigens eines Hitlergrußes im Bundestag am 22. Juni 2023. Moosdorf, der die Vorwürfe als „abwegig“ abtut, hatte bereits fraktionsintern Ärger durch eine ungenehmigte Russlandreise, die mit einem Ordnungsgeld von 2.000 Euro geahndet wurde. Der Vorfall ereignete sich im Reichstagsgebäude und wird als Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen verfolgt.
Weitere Reibereien in der Fraktion
Neben disziplinarischen Fällen gibt es Streitigkeiten um Ressourcen wie Fraktionssäle, bei denen die AfD klagt. Die Einstufung als gesichert rechtsextremistisch durch den Verfassungsschutz verstärkt interne und externe Spannungen. Solche Vorfälle könnten die Einheit der Fraktion weiter belasten.
Quellen
Es brodelt in der AfD-Bundestagsfraktion
Hitlergruß-Vorwurf: Anklage gegen AfD-Abgeordneten Moosdorf