US-Präsident Donald Trump hat in einer Rede an die Nation sowie durch neue Installationen im Weißen Haus massiv gegen seinen Vorgänger Joe Biden gewettert. Er wirft Biden massive Versäumnisse vor und kontrastiert diese mit eigenen Erfolgen. Diese Aktionen unterstreichen Trumps Strategie, sich als Retter der Nation darzustellen.
Die „Presidential Walk of Fame“ als Angriffswaffe
Im Weißen Haus hat Trump einen „Presidential Walk of Fame“ einrichten lassen, bei dem Porträts früherer Präsidenten mit Texttafeln versehen wurden. Unter Bidens Bild steht: „Sleepy Joe war mit Abstand der schlechteste Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten“, ergänzt um Vorwürfe einer „korruptesten Wahl aller Zeiten“. Auch Barack Obama wird hart attackiert: Ihm wird vorgeworfen, das „ISIS-Kalifat aufgeblüht“ zu haben und die Wirtschaft „verkrüppelt“ zu haben. Republikaner wie Ronald Reagan erhalten hingegen Lob, was die einseitige Tendenz verdeutlicht.
Rede an die Nation: Selbstlob und Schuldzuweisung
In einer vor Weihnachten gehaltenen Rede, eingerahmt von Christbäumen, zog Trump Bilanz seines ersten Jahres in der zweiten Amtszeit. Er machte Biden für hohe Inflation, wirtschaftliche Probleme und andere Missstände verantwortlich und pries die USA als „heißestes Land“ unter seiner Führung. Trump kündigte zudem „Krieger-Dividenden“ von 1776 Dollar pro Soldaten an und hob Einnahmen aus Zöllen hervor. Die Rede diente als Plattform, um demokratische Vorgänger zu diskreditieren und eigene Leistungen zu überhöhen.
Weitere Keile: Dekrete und Autopen-Vorwürfe
Trump erklärte Bidens Erlasse für „null und nichtig“, wenn sie nicht persönlich unterzeichnet wurden, und greift damit auf Vorwürfe zurück, Biden habe einen Autopen genutzt. Biden wies dies als „lächerlich“ zurück und betonte, alle Entscheidungen selbst getroffen zu haben. Solche Maßnahmen passen zu Trumps anhaltender Rhetorik gegen Demokraten.
Diese Provokationen zeigen, wie Trump das Weiße Haus zu einer Bühne seiner politischen Narrative macht, fernab neutraler Geschichtsdarstellung.
Quellen
Trump wütet gegen Biden – und schweigt zur Ukraine
Was Donald Trump sagt – und was er verschweigt