21.12.2025
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Junge Wut, alte Parolen: Südkoreas rechte Gruppen im Aufwind

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In Südkorea zeigt sich eine wachsende Kluft zwischen den Generationen. Viele junge Männer fühlen sich wirtschaftlich benachteiligt und sozial missverstanden – vor allem im Vergleich zu Frauen, die von Gleichstellungsinitiativen profitieren sollen. Dieses Gefühl der Zurücksetzung bildet einen fruchtbaren Boden für rechte Bewegungen, die mit einer nationalistischen und antifeministischen Rhetorik Sympathien gewinnen.

Organisationen und Online-Communities mit Slogans wie „Make Korea Great Again“ greifen dabei gezielt die Sprache westlicher Populisten auf, um Emotionen und Identitätskonflikte zu mobilisieren. Besonders beliebt sind soziale Medien, Videoplattformen und Foren, in denen junge Nutzerinnen und Nutzer ihre Frustrationen anonym teilen.

Digitaler Populismus: Wie sich rechte Netzwerke formieren

Rechte Gruppen in Südkorea nutzen Algorithmen und virale Kommunikation gezielt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Auf YouTube-Kanälen, Telegram-Gruppen und sogar über Kurzvideo-Apps werden wirtschaftliche Unsicherheit und militärische Nostalgie miteinander verknüpft.

Forscher an südkoreanischen Universitäten wie der Seoul National University oder Korea University beobachten, dass diese Bewegungen häufig westliche Strategien imitieren. Die Symbolsprache erinnert an Zuschreibungen aus den USA oder Japan: Patriotismus, kulturelle Reinheit und männliche Stärke.

Politik reagiert mit Unsicherheit

Während etablierte Parteien diese Entwicklung spät erkennen, versuchen einige konservative Politiker mittlerweile, Teile der jugendlichen Rechten anzusprechen – insbesondere durch die Betonung nationaler Sicherheit und Anti-Linke-Rhetorik. Progressivere Kräfte hingegen warnen, dass diese Dynamiken die gesellschaftliche Spaltung vertiefen und Frauenfeindlichkeit normalisieren.

Gleichzeitig zeichnen junge Aktivisten ein Bild einer Generation, die politische Repräsentation sucht, aber im Netz anfällig für populistische Narrative geworden ist.

Fazit: Ein Kampf um die politische Zukunft Koreas

Das Phänomen „Make Korea Great Again“ steht stellvertretend für eine neue Form digitalen Nationalismus in Ostasien. In einer globalisierten, digitalisierten Welt gelingt es rechten Gruppen zunehmend, traditionelle Ressentiments mit moderner Online-Strategie zu verbinden. Die Herausforderung für Korea liegt darin, jungen Menschen politische Perspektiven jenseits populistischer Bewegungen zu eröffnen.

Quellen

Korea wieder groß machen: Die rechte Gruppe wirbt um enttäuschte Jugendliche
Südkoreas neue rechte Jugend: Aufbruch unter dem Motto „Make Korea Great Again“

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