Das US-Justizministerium hat sich zu Vorwürfen geäußert, wonach Dateien aus den kürzlich freigegebenen Epstein-Akten gelöscht wurden. Vize-Justizminister Todd Blanche wies Spekulationen über Manipulationen zurück und betonte, die Löschungen erfolgten auf Bitten Betroffener. Diese Entwicklungen sorgen für hitzige Debatten in den USA.
Hintergrund der Epstein-Akten
Jeffrey Epstein, der verurteilte Sexualstraftäter, steht im Zentrum eines langjährigen Skandals mit Verbindungen zu Prominenten. Nach massivem öffentlichen Druck lud das Justizministerium am Freitag Tausende Dateien hoch, darunter Fotos und Dokumente, viele davon geschwärzt zum Opferschutz. Weniger als 24 Stunden später fehlten mindestens 16 Dateien, darunter Bilder mit Donald Trump und Melania Trump neben Epstein und Ghislaine Maxwell.
Vorwürfe der Demokraten
US-Demokraten im Kongress warfen dem Ministerium Manipulation vor und veröffentlichten Belege auf X. Sie kritisierten, dass sensible Materialien gezielt entfernt wurden, um einflussreiche Personen zu schützen. Das Ministerium äußerte sich zunächst nicht, doch Blanche nannte die Anschuldigungen später „lachhaft“.
Stellungnahme des Justizministeriums
Vize-Justizminister Todd Blanche erklärte in Interviews mit NBC und ABC News, die gelöschten Fotos zeigten unidentifizierte Opfer und wurden auf deren Bitte entfernt, im Kontext laufender Ermittlungen. Er versprach eine erneute Veröffentlichung und betonte Transparenz unter Präsident Trump: „Alle freigabefähigen Akten werden veröffentlicht“. Keine Änderungen dienten dem Schutz von Trump, sondern folgten gesetzlichen Vorgaben wie Opferschutz.
Ausblick und Kritik
Weitere Hunderttausende Seiten sollen in den kommenden Wochen folgen, nach Bearbeitung. Die Affäre nährt Misstrauen in die Transparenz der Trump-Regierung, trotz Beteuerungen der Sprecherin des Weißen Hauses. Experten fordern ungeschwärzte Dokumente für volle Klarheit.
Quellen
US-Justizministerium bezieht Stellung zu gelöschten Epstein-Dateien
Ministerium verteidigt Löschen von Epstein-Dateien