New South Wales, Australiens bevölkerungsreichster Bundesstaat, reagiert auf den verheerenden Terroranschlag am Bondi Beach mit umfassenden Waffengesetzen. Premier Chris Minns hat das Parlament vor Weihnachten einberufen, um die härtesten Reformen seit einer Generation durchzusetzen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, den Zugang zu Schusswaffen zu beschränken und die öffentliche Sicherheit zu stärken.
Hintergrund des Anschlags
Am 14. Dezember 2025 ereignete sich am Bondi Beach ein Massenanschlag auf ein jüdisches Chanukka-Fest, bei dem 15 Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden. Die Täter, ein Vater-Sohn-Team, nutzten legale, aber zahlreiche Schusswaffen, die sie in der NSW-Landschaft trainiert hatten. Dieser Vorfall hat die Debatte über Waffenkontrolle neu entfacht, ähnlich wie nach dem Port-Arthur-Massaker 1996.
Kernpunkte der Reformen
Die geplanten Gesetze begrenzen die Zahl der erlaubten Schusswaffen pro Person auf vier, mit Ausnahmen für Landwirte und Sportschützen auf maximal zehn Waffen. Weitere Maßnahmen umfassen die Reduzierung der Magazinkapazität auf fünf bis zehn Schuss, ein Verbot von band-gestützten Magazinen und die Umklassifizierung schneller Schrotflinten in höhere Kategorien. Lizenzen werden auf zwei Jahre verkürzt, nur australische Staatsbürger erhalten sie und Waffensafes müssen vor dem Kauf inspiziert werden.
Weitere Sicherheitsmaßnahmen
Mitgliedschaft in Schützenvereinen wird obligatorisch, inklusive Nutzung einer Online-Plattform zur Überwachung. Eine umfassende Auditierung bestehender Lizenzen priorisiert Risikofälle, und disqualifizierende Delikte wie Häusliche Gewalt werden erweitert. Ergänzend plant die Regierung ein großes Rückkaufprogramm für illegale Waffen in Kooperation mit dem Bund.
Politische und gesellschaftliche Reaktionen
Premier Minns betonte: „Waffenbesitz ist ein Privileg, kein Recht“ – die Reformen priorisieren die Gemeinschaftssicherheit. Kritik kommt von Waffenhändlern und Lobbys, die wirtschaftliche Schäden fürchten, während Grüne und Opposition die Verschärfungen fordern. Bundesprämierminister Albanese unterstützt landesweite Anpassungen und entschuldigte sich für Sicherheitslücken.
Quellen
Australiens bevölkerungsreichster Staat will Waffengesetze verschärfen
Australische Politiker versprechen nach dem Massaker am Bondi Beach während Chanukka eine Verschärfung der Waffengesetze.






