Im Jemen haben sich die international anerkannte Regierung und die Huthi-Miliz auf den Austausch von fast 3.000 Gefangenen geeinigt. Wie Vertreter beider Seiten mitteilten, sei die Vereinbarung im Rahmen von von den Vereinten Nationen unterstützten Verhandlungen zustande gekommen. Unter den freizulassenden Personen befinden sich sowohl Kämpfer der Regierungstruppen als auch Mitglieder der islamistisch geprägten Huthi-Bewegung.
Auch saudische und sudanesische Staatsbürger betroffen
Nach Angaben der Huthi-Miliz sollen im Zuge der Vereinbarung auch saudische und sudanesische Staatsbürger freigelassen werden. Beide Länder sind Teil der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition, die seit Jahren gegen die Huthis kämpft. Die Freilassung wird daher als ein diplomatisches Signal mit potenzieller Auswirkung auf die künftigen Beziehungen zwischen den Konfliktparteien gesehen.
Vereinbarung als Schritt in Richtung Frieden
Internationale Beobachter werten den geplanten Gefangenenaustausch als einen vorsichtigen, aber symbolisch wichtigen Schritt zur Deeskalation des langjährigen Bürgerkriegs im Jemen. Trotz der Einigung bleibt die humanitäre Lage im Land kritisch: Millionen Menschen leiden weiterhin unter Hunger, Armut und dem Zusammenbruch grundlegender Versorgungssysteme.
Die UN-Sondergesandten für den Jemen hoffen, dass der Austausch eine Basis für weitere Gespräche und dauerhafte Waffenstillstandsvereinbarungen schaffen könnte.
Quellen
Huthis und Regierung wollen Gefangene austauschen
Regierung im Jemen und Huthi-Miliz einigen sich auf Gefangenenaustausch: Fast 3.000 Menschen sollen freikommen