In London kam es am Dienstag zu einer Protestaktion gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen. Unter den Demonstrierenden befand sich auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, die sich offen mit der palästinensischen Bevölkerung solidarisiert. Etwa ein Dutzend Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehört mutmaßlich der verbotenen Gruppe „Palestine Action“ an, die für ihre Aktionen gegen britische Rüstungsunternehmen bekannt ist.
Polizei geht gegen Teilnehmer vor
Die Londoner Metropolitan Police griff ein, nachdem sich Aktivistinnen und Aktivisten an den Eingängen eines Gebäudes im Westen der Stadt festgekettet hatten. Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Personen, darunter Greta Thunberg, vorübergehend festgenommen, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Informationen über die Dauer oder die Gründe ihrer Ingewahrsamnahme liegen bislang nur begrenzt vor.
Hintergrund: Verbindung zwischen Klima- und Menschenrechtsbewegungen
Die Teilnahme Thunbergs unterstreicht eine wachsende Schnittmenge zwischen Klimaaktivismus und globalen Menschenrechtsbewegungen. Seit Beginn des Gaza-Kriegs hat Thunberg mehrfach die israelische Offensive kritisiert und Solidarität mit Zivilisten im Gazastreifen bekundet. Ihre Aktionen stoßen auf geteilte Reaktionen: Während Unterstützer ihre Haltung als Ausdruck moralischer Konsequenz loben, werfen Kritiker ihr vor, ihren Aktivismus zu politisieren.
Reaktionen in sozialen Medien
In den sozialen Netzwerken trendeten Hashtags wie **#FreeGre und **#PaltineAction, die sowohl Unterstützung als auch Kritik widerspiegelten. Auf Plattformen wie X (ehemals Twitter) äußerten Nutzerinnen und Nutzer eine breite Palette von Meinungen – von Solidaritätsbekundungen bis hin zu Vorwürfen, der Protest habe extremistische Züge.
Quellen
Gaza-Protest: Greta Thunberg in London festgenommen
Britische Polizei nimmt Greta Thunberg bei pro-palästinensischer Demonstration in London fest

