Venezolanische Sicherheitskräfte haben kürzlich mindestens 14 Journalisten, darunter viele von internationalen Medienhäusern, in Caracas festgenommen. Die Vorfälle ereigneten sich inmitten der politischen Unruhen nach der Festnahme von Nicolás Maduro durch US-Truppen. Die meisten Betroffenen wurden später freigelassen, doch ein Reporter wurde deportiert.
Hintergrund der Ereignisse
Die Festnahmen geschahen am Montag in der Nähe der Nationalversammlung und im Viertel Altamira, während Journalisten die Eröffnungssitzung und Folgen der Maduro-Festnahme berichteten. Fünf Reporter wurden beim Versuch, die Sitzung live zu übertragen oder zu filmen, gestoppt; Sicherheitskräfte verboten Aufnahmen. Dies folgt auf die Vereidigung von Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin, die den Ausnahmezustand verhängte.
Details zu den Festnahmen
Die Journalisten, größtenteils aus ausländischen Organisationen, wurden von Militärgeheimdienst und Nationalgarde in Gewahrsam genommen. Behörden durchsuchten Smartphones gründlich, prüften Kontakte, Nachrichten, E-Mails und Social-Media-Accounts. Der venezolanische Journalistenverband SNTP verurteilte dies als Bedrohung der Quellenschutz und Muster der Kriminalisierung des Journalismus.
Internationale Reaktionen und Kontext
Am Venezuela-Kolombia-Grenzübergang wurden weitere Teams, darunter von Univision, kurz festgehalten; Kameras wurden konfisziert und Videos gelöscht. Der Deutsche Journalisten-Verband DJV kritisiert die Grenzschließung für westliche Korrespondenten und fordert freien Zugang. Pressefreiheitsorganisationen wie Reporters Without Borders sehen darin eine Fortsetzung der Repression, mit 23 noch inhaftierten Medienmitarbeitern.
Quellen
Venezolanische Sicherheitskräfte nehmen Journalisten ausländischer Nachrichtenorganisationen fest
Nach dem Sturz Maduros: Rund 600.000 Venezolanern droht in den USA die Ausweisung