Mit dem erneuten Kälteeinbruch und weit verbreiteter Eisglätte füllen sich dieser Tage die Notaufnahmen vieler deutscher Krankenhäuser. Besonders häufig melden sich Patientinnen und Patienten mit Knochenbrüchen, Prellungen oder Verstauchungen, verursacht durch Stürze auf vereisten Gehwegen oder glatten Straßen. Laut Angaben des Deutschen Roten Kreuzes mussten in einigen Regionen die Rettungsdienste in den vergangenen Tagen bis zu 30 % mehr Einsätze verzeichnen.
Verletzungen durch Stürze nehmen stark zu
Typische Verletzungen in dieser Jahreszeit betreffen Hüften, Handgelenke und Schultern – vor allem bei älteren Menschen. Orthopäden und Unfallchirurgen berichten, dass die Zahl der Brüche und Gelenkverletzungen bei Eis und Schnee jedes Jahr deutlich ansteigt. „Eine Unachtsamkeit auf glattem Untergrund kann schnell schwere Folgen haben“, betont Dr. Martin S., Unfallchirurg an einer Berliner Klinik.
Belastung für medizinisches Personal
Nicht nur Patientinnen und Patienten, sondern auch das Krankenhauspersonal spürt die Auswirkungen des Winterwetters. Viele Mitarbeitende haben längere Arbeitswege, fallen aufgrund von Grippewellen aus oder müssen kurzfristig Schichten übernehmen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnt, dass sich die ohnehin angespannte Personalsituation in den Wintermonaten weiter zuspitzt.
Vorsicht im Alltag – Experten raten zur Umsicht
Unfallmediziner raten zu angepasstem Schuhwerk, erhöhter Aufmerksamkeit und vorsichtigem Gehen. Streusalz und Splitt können helfen, Wege sicherer zu machen – doch auch Hausbesitzer tragen Verantwortung, ihre Grundstücke zu räumen und zu streuen. Für Seniorinnen und Senioren kann ein Gehstock mit Spikes zusätzlichen Halt bieten.
Quellen
Eisglätte und Kältewetter füllen die Notaufnahmen
Winterwetter sorgt für Hochbetrieb in Kliniken