Ein kräftiges Sturmtief nähert sich Deutschland und sorgt für angespannte Wetterverhältnisse. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erreicht das Tiefdruckgebiet aus Westen in der Nacht zum Freitag das Bundesgebiet. In weiten Teilen Deutschlands werden starke Schneefälle, Schneeverwehungen und verbreitete Glätte erwartet. Meteorologen sprechen bereits von einem „Wetterkrimi“ – besonders der Süden und Osten Deutschlands sollen am stärksten betroffen sein.
Besonders betroffene Regionen
Ab Donnerstagabend setzt der Schneefall zunächst im Westen ein, bevor sich das Niederschlagsband in der Nacht über die Mitte in Richtung Osten ausdehnt.
- Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen: Schneefallgrenze sinkt auf rund 300 Meter. Glätte auf vielen Straßen möglich.
- Bayern und Sachsen: Hier drohen über 20 Zentimeter Neuschnee sowie starker Wind mit Schneeverwehungen.
- Norddeutschland: Wechsel aus Regen und Schneeregen, teils gefährliches Blitzeis durch gefrierenden Regen.
Der DWD warnt, dass insbesondere am Freitag in den Mittelgebirgen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist. Auch Flughäfen bereiten sich auf wetterbedingte Ausfälle vor.
Auswirkungen auf Verkehr und Infrastruktur
Autofahrerinnen und Autofahrer sollten sich auf erschwerte Bedingungen einstellen. Straßenmeistereien im Süden haben bereits Salzvorräte aufgestockt, um auf den Wintereinbruch vorbereitet zu sein. Die Deutsche Bahn rechnet mit möglichen Zugverspätungen und empfiehlt Reisenden, Fahrten zu verschieben oder flexible Tickets zu nutzen.
Im Luftverkehr könnten in München, Frankfurt und Berlin wetterbedingte Einschränkungen eintreten. Laut Fluggesellschaften werden Anpassungen der Flugpläne vorbereitet.
Experten empfehlen Vorsicht und Planung
Meteorologin Claudia Klein vom DWD rät: „Wer kann, sollte am Freitag das Auto stehen lassen und nur unbedingt notwendige Wege antreten.“ Besonders in den frühen Morgenstunden sei mit tückischem Blitzeis zu rechnen.
Auch Spaziergänge im Freien erfordern Vorsicht – die Kombination aus starkem Wind, Schneefall und glatten Wegen birgt erhöhte Unfallgefahr.
Quellen
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