11.01.2026
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Israel entzieht Hilfsorganisationen Lizenzen – Katastrophe für Gaza droht

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Israel hat am 1. Januar 2026 die Genehmigungen für 37 Hilfsorganisationen widerrufen, die zuvor im Gazastreifen tätig waren. Betroffen sind vor allem NGOs aus Europa, den USA und dem Nahen Osten, die Nahrung, Medizin und sanitäre Hilfen lieferten. Die israelische Regierung begründet dies mit Sicherheitsbedenken und Vorwürfen der Unterstützung terroristischer Gruppen wie der Hamas.

Die Maßnahme folgt auf anhaltende Konflikte seit dem Kriegsausbruch 2023. Laut israelischen Angaben wurden Lizenzen nur solchen Organisationen entzogen, die angeblich Verbindungen zu verbotenen Netzwerken unterhält. Kritiker sehen darin eine politische Blockade.

Reaktionen der Hilfsorganisationen

Internationale Hilfsgruppen wie das Rote Kreuz, Ärzte ohne Grenzen und UNICEF äußern scharfe Kritik. “Der Entzug der Lizenzen ist ein Schlag gegen die Zivilbevölkerung”, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der betroffenen Organisationen. Sie fordern sofortigen Wiedereintritt und drohen mit Klagen vor dem Internationalen Gerichtshof.

Die UNO warnt vor einer “humanitären Katastrophe”. Ohne Hilfslieferungen könnten Mangelernährung und Krankheiten explodieren, insbesondere bei Kindern und Älteren.

Folgen für die Gaza-Bevölkerung

Im Gazastreifen leben etwa 2,1 Millionen Menschen unter katastrophalen Bedingungen: Über 80 Prozent sind auf Hilfslieferungen angewiesen. Der Lizenzentzug könnte den Zugang zu Grundnahrungsmitteln, Wasser und Medikamenten unterbrechen.

Experten prognostizieren steigende Todesfälle durch Unterernährung und Infektionskrankheiten. Palmyra, eine Sprecherin der Hilfsinitiativen, betonte: “Das ist ein Verstoß gegen internationales humanitäres Recht.”

Internationale Kritik und Ausblick

Die EU und die USA haben Israel zu Verhandlungen aufgefordert. Außenministerien fordern Transparenz über die Widerrufsgründe. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International sprechen von einer “kollektiven Bestrafung”.

Ob und wann Lizenzen erneuert werden, bleibt offen. Die Lage könnte sich weiter zuspitzen, wenn keine Kompromisse gefunden werden.

Quellen

Hilfsorganisationen kritisieren fehlenden Gaza-Zugang
Gaza: Israel kündigt 37 Hilfsorganisationen die Lizenz

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