Mark Carney traf Chinas Präsident Xi Jinping, Premier Li Qiang und NPC-Vorsitzenden Zhao Leji in Peking. Die Gespräche folgen monatelanger diplomatischer Arbeit, um Spannungen aus der Vergangenheit zu lösen, darunter die Huawei-Affäre von 2018. Carney betonte: „In einer gespaltenen Welt nutzen wir unsere Stärken für Handel, Energie und Agrarprodukte.“
Kernbereiche der Partnerschaft
Zentral sind Abkommen zu Energie, Clean-Tech und Klimakonkurrenzfähigkeit. Kanada erlaubt bis zu 49.000 chinesische Elektrofahrzeuge mit 6,1% Zoll, um Investitionen in die EV-Wertschöpfungskette anzuziehen. China senkt Zölle auf kanadischen Raps auf ca. 15% bis 1. März 2026 und hebt Diskriminierungszölle für Rapsmehl, Hummer, Krabben und Erbsen auf.
Wirtschaftliche Auswirkungen
China ist Kanadas zweitgrößter Handelspartner mit 118,9 Mrd. USD bilateralem Warenhandel 2024 (Exporte: 30 Mrd. USD). Die Abkommen sollen fast 3 Mrd. USD neue Exporte freisetzen und bis 2030 kanadische Exporte um 50% steigern. Neue MOUs decken Energie, Kriminalitätsbekämpfung, Kultur und Holzprodukte ab.
Internationale Implikationen
Beide Länder wollen Multilateralismus stärken, z. B. bei APEC 2026 und Kanadas 2029-Gipfel-Bewerbung. Im Kontext US-Zöllen unter Präsident Trump sucht Kanada „berechenbare“ Beziehungen zu Peking. Xi lobte den „Umschwung“ in den Beziehungen.
Quellen
Kanadas Carney begrüßt neue „strategische Partnerschaft” mit China
China und Kanada rücken enger zusammen