31.01.2026
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Mitten im Bürgerkrieg: Deutsche Reporter decken die bittere Realität im Jemen auf

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Der Jemen gilt längst als eines der gefährlichsten Länder der Welt. Seit Jahren tobt dort ein erbarmungsloser Bürgerkrieg, in dem internationale Mächte, Milizen und religiöse Gruppen um Kontrolle ringen. Während der Westen vor allem über die Huthi-Rebellen spricht, die mit iranischer Unterstützung Schiffe im Roten Meer bedrohen, erleben Millionen Jemeniten einen täglichen Überlebenskampf.

Reporter von Axel Springer gelangten in das hermetisch abgeriegelte Land, um zu dokumentieren, wie tief die humanitäre Krise wirklich reicht. Ihre Recherchen zeigen: Das Drama spielt sich nicht nur an den Frontlinien ab, sondern in den Straßen, Märkten und zerstörten Häusern der Zivilbevölkerung.

Märkte voller Garnelen – und leere Kochtöpfe in den Häusern

In der Hafenstadt Hodeidah begegneten die Reporter Szenen, die kaum zu begreifen sind. Auf den improvisierten Fischmärkten bieten Händler reiche Auswahl an Garnelen und Fischen an, während nur wenige Straßen weiter Familien hungern. Kinder mit ausgemergelten Körpern versuchen, auf den Straßen etwas Geld zu verdienen, während Luftangriffe drohen.

„Der Kontrast zwischen Überfluss und Not ist brutal“, berichtet ein Journalist. „Hier, wo das Meer Nahrung im Überfluss bietet, fehlt den Menschen das Nötigste zum Leben: Frieden, Arbeit und Hoffnung.“

Vergessene Opfer in einem globalen Machtspiel

Die internationale Aufmerksamkeit richtet sich vor allem auf die geopolitische Dimension des Konflikts. Die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer gefährden weltweit Handelsrouten und Energiepreise. Hinter diesen Schlagzeilen jedoch verschwinden die echten Opfer – die Menschen, die weder mit dem Iran noch mit Saudi-Arabien etwas zu tun haben.

Hilfsorganisationen wie das Welternährungsprogramm (WFP) und Ärzte ohne Grenzen warnen seit Jahren vor einer „katastrophalen Hungersnot“. Laut den Vereinten Nationen sind über 21 Millionen Menschen im Jemen auf humanitäre Hilfe angewiesen – das sind zwei Drittel der Bevölkerung.

Einblicke, die erschüttern und aufrütteln

Für die Reporter, die mit Hilfe lokaler Fixer reisen konnten, war jeder Dreh ein Risiko. Dennoch wollten sie Zeugnis ablegen von dem, was die Welt kaum mehr wahrnimmt. Ihr Fazit nach Wochen im Land: Der Jemen ist mehr als ein Konfliktherd im Nahen Osten – er ist ein Spiegelbild globaler Gleichgültigkeit gegenüber menschlichem Leid.

Quellen

Axel-Springer-Reporter in der Kriegshölle im Jemen
Yemen humanitarian crisis set to worsen in 2026: UN

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