In den jüngsten Atomgesprächen in Genf haben Iran und die USA grundlegende “Leitprinzipien” vereinbart, die den Weg für weitere Verhandlungen ebnen sollen. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi betonte, dass dies ein konstruktiver Fortschritt sei, trotz anhaltender militärischer Spannungen.
Hintergrund der Atomgespräche
Die indirekten Verhandlungen, vermittelt durch Oman, fanden in der omanischen Botschaft in Genf statt und dauerten mehrere Stunden. Beide Seiten wollen damit eine Eskalation vermeiden: Die USA drängen auf Einschränkungen des iranischen Nuklearprogramms, während Teheran die Aufhebung von Sanktionen fordert. Araghchi beschrieb die Atmosphäre als “konstruktiver” als in der vorherigen Runde und sprach von einem “neuen Zeitfenster” für eine Einigung.
Die vereinbarten Leitprinzipien
Iran sagt, dass “Leitprinzipien” als Basis für Textentwürfe eines möglichen Abkommens festgelegt wurden, die bald ausgetauscht werden sollen. Eine dritte Verhandlungsrunde wird terminiert, doch Araghchi warnte, dass es Zeit brauche, die Differenzen zu überbrücken. Die USA bestätigten Fortschritte, betonten aber, dass noch viel Arbeit nötig sei.
Militärische Drohungen und Spannungen
Parallel zu den Gesprächen warnte Irans Oberster Führer Ali Chamenei vor US-Schiffen und demonstrierten die Revolutionsgarden in der Straße von Hormuz. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor von “Konsequenzen” gesprochen, falls kein Deal entsteht, und Trägerkampfgruppen in die Region entsandt. Trotzdem lobte Omans Außenminister Badr Albusaidi die “guten Fortschritte”.
Diese Entwicklungen markieren einen diplomatischen Durchbruch, auch wenn Streitpunkte wie Raketenprogramm und regionale Einflussnahme offenbleiben. Die internationalen Beobachter hoffen auf Deeskalation im Nahen Osten.
Quellen
Iran und USA einigen sich offenbar auf weitere Gespräche, Spannungen bleiben hoch
USA und Iran vereinbaren “Leitprinzipien” bei Atomverhandlung