Iran hat vor den geplanten indirekten Atomgesprächen mit den USA in Genf ein vollständiges Ende der US-Sanktionen gefordert. Der Vize-Außenminister Madschid Tacht-Rawantschi bezeichnete dies als zentrale Voraussetzung für Kompromisse bezüglich des hochangereicherten Urans. Die Verhandlungen unter omanischer Vermittlung sollen bereits am Dienstag starten.
Hintergrund der Forderung
Die iranische Führung signalisiert Bereitschaft zu Zugeständnissen, solange die USA ihren “guten Willen” durch Sanktionserleichterungen beweisen. Tacht-Rawantschi erklärte in einem BBC-Interview, dass Teheran das Uran strecken könne, eine vollständige Anreicherungseinstellung jedoch keine Option sei. Dies markiert die ersten Gespräche seit dem Israel-Iran-Krieg im Juni vergangenen Jahres, bei dem US-Streitkräfte Atomanlagen bombardierten.
US-Präsident Donald Trump hat den Druck erhöht, indem er einen zweiten Flugzeugträger in die Region entsandte und mit Militäreinsatz drohte. Teheran will sich auf Atomprogramm und Sanktionen beschränken, während Washington Raketen und Milizen-Unterstützung thematisieren möchte.
US-Position und Herausforderungen
US-Außenminister Marco Rubio betonte, eine Einigung sei “sehr schwierig”, Präsident Trump bevorzuge sie aber. Die Schweiz unterstützt die Talks diplomatisch, eine offizielle Bestätigung aus Washington oder Teheran fehlt noch. Experten sehen die divergierenden Positionen als Haupthindernis.
Trotz der Forderung bleibt unklar, ob die USA nachgeben werden. Frühere Verhandlungen seit Februar 2026 stockten bereits, Sanktionen belasten die iranische Wirtschaft massiv.
Ausblick auf die Gespräche
Die Genf-Runde könnte entscheidend sein für eine neue Atomvereinbarung. Iranische Exilopposition demonstrierte in München massiv gegen Teherans Regime. Eine Einigung würde regionale Spannungen mindern, scheitert sie, droht Eskalation.
Quellen
Iran verschärft den Ton gegen USA nach Atomgesprächen
Iran und USA: Offenbar neue Atomgespräche geplant