Der Irak steht derzeit im Mittelpunkt internationaler Spannungen, insbesondere durch die Eskalation im Nahen Osten nach der Tötung des iranischen Obersten Führers Khamenei. Im Irak selbst sorgen Proteste, Drohnenangriffe und Airstrikes für hohe Unsicherheit.
Eskalation nach Khamenei-Tötung
Nach der Ermordung von Ajatollah Khamenei haben pro-iranische Milizen und Demonstranten im Irak reagiert. In Bagdad brachen Proteste aus, bei denen Hunderte versuchten, die Grüne Zone mit der US-Botschaft zu stürmen; Sicherheitskräfte gingen gewaltsam vor. Die Al-Nujaba-Miliz drohte mit Vergeltung gegen US-Präsident Trump, während das irakische Parlament Sitzungen verschob.
Militärische Angriffe und Drohnen
Mehrere Airstrikes trafen Positionen der Popular Mobilization Forces (PMF) im Irak, darunter in Al-Anbar mit 15 Toten und in Jurf Al-Sakhr. Drohnenangriffe richteten sich gegen US-Basen in Erbil und Baghdad, wobei Luftabwehr Drohnen abfing; Erbil meldete Explosionen nahe dem Flughafen. Auch Peshmerga-Standorte und iranisch-kurdische Opposition wurden angegriffen.
Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft
Drei Provinzen suspendierten Arbeit nach dem Khamenei-Drama, Iraqi Airways stoppte Flüge und der Luftraum bleibt 24 Stunden geschlossen. Ölpreise stiegen um 7 Prozent durch Bedrohungen der Versorgung, Wechselkurse schwankten stark in Baghdad und Erbil. Die US-Botschaft in Bagdad rief zu höchster Alarmstufe auf.
Internationale Reaktionen
Irak und Saudi-Arabien fordern Deeskalation inmitten der Hormuz-Krise, während Iran keine Gespräche plant. Die Bundeswehr-Feldlager im Irak und Jordanien wurden angegriffen, ohne Verluste unter Deutschen. US-Truppen stehen weiter unter Druck, trotz Ankündigungen eines Abzugs.
Quellen
Khameneis Tod löst Gewalt aus: 9 Tote bei Protesten in Karatschi, die sich auf den Irak ausweiten
Feldlager der Bundeswehr in Jordanien und im Irak angegriffen