Die Feneberg Lebensmittel GmbH, eine traditionsreiche Supermarktkette aus dem Allgäu, steht derzeit vor großen Herausforderungen durch ein Schutzschirmverfahren. Im Januar 2026 beantragte das Unternehmen beim Amtsgericht Kempten ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, um sich zu sanieren. Trotz der Krise läuft der Geschäftsbetrieb vorerst weiter.
Schutzschirmverfahren gestartet
Feneberg Lebensmittel hat Anfang 2026 ein Schutzschirmverfahren nach § 270d InsO beantragt, um unter gerichtlichem Schutz eine Neuaufstellung vorzubereiten. Betroffen sind rund 3.000 Mitarbeiter und über 70 Filialen in Süddeutschland sowie im Kleinwalsertal. Das Ziel ist eine geordnete Sanierung ohne sofortige Schließungen.
Gründe für die Krise
Die Feneberg Lebensmittel kämpft mit anhaltenden Verlusten, hohen Pensionsverpflichtungen und einem überdehnten Filialnetz. Wettbewerbsdruck durch Discounter und steigende Kosten haben die Situation verschärft. Frühere Engpässe bei Tochterunternehmen trugen ebenfalls bei.
Auswirkungen auf Kunden
Filialen bleiben geöffnet, und der Einkauf läuft normal weiter. Allerdings sind Gutscheine und Bonusprogramme derzeit nicht einlösbar, was Kunden frustriert. Feneberg Lebensmittel verspricht, Nachweise für spätere Regelungen zu sichern.
Zukunftsperspektiven
Ein Investorenprozess läuft, um die Sanierung zu finanzieren; Namen wie Rewe werden spekuliert. Die Geschäftsführung plant, bis Ende 2026 einen tragfähigen Plan vorzulegen. Regionale Stärken wie die Marke “VonHier” sollen erhalten bleiben.
Quellen
Feneberg unter Schutzschirm – welche Folgen das für Edeka und den Handel hat
Feneberg Lebensmittel in der Krise: Schutzschirmverfahren bringt Hoffnung für Filialen