Im Südsudan sind laut Berichten von Menschenrechtsorganisationen und lokalen Behörden erneut zahlreiche Zivilisten bei schweren Angriffen ums Leben gekommen. In mehreren Regionen des Landes kam es zu bewaffneten Überfällen, bei denen sowohl Männer, Frauen als auch Kinder getötet wurden. Die Hintergründe der Gewalt bleiben unklar, doch Augenzeugen berichten von bewaffneten Gruppen, die Dörfer überfielen und Häuser niederbrannten.
Die Vereinten Nationen (UN) und internationale Hilfsorganisationen äußerten tiefe Besorgnis über die anhaltende Unsicherheit im Südsudan. Trotz eines Friedensabkommens zwischen der Regierung und Oppositionsgruppen kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen ethnischen Milizen.
Internationale Reaktionen und Hilfsmaßnahmen
Die UN-Mission im Südsudan (UNMISS) hat angekündigt, zusätzliche Patrouillen in besonders betroffenen Gebieten zu entsenden, um den Schutz der Bevölkerung zu verbessern. Auch humanitäre Organisationen wie das Rote Kreuz und Ärzte ohne Grenzen versuchen, den Verletzten in den betroffenen Regionen medizinische Hilfe zu leisten.
Politische Analysten warnen, dass die jüngste Gewaltwelle den ohnehin fragilen Friedensprozess im jüngsten Staat Afrikas erneut gefährden könnte.
Quellen
Fast 170 Menschen bei Angriff in Ruweng im Südsudan getötet, sagen Beamte
Behörden: Mindestens 169 Tote bei Angriff auf Dörfer im Südsudan