Uganda steht am 15. Januar 2026 vor einer hoch angespannten Präsidentschaftswahl, bei der der seit 1986 regierende Yoweri Museveni einen siebten Wahlsieg anstrebt. Der 81-Jährige, der durch Verfassungsänderungen Altersgrenzen umgangen hat, tritt gegen den Popstar-turned-Politiker Bobi Wine an, während Gewalt, Internet-Blackouts und Repression die Stimmung prägen. Beobachter befürchten Unruhen in einem Land, in dem über 70 Prozent der Bevölkerung unter 30 Jahre alt sind und nach Wandel verlangt.
Musevenis langer Machtanspruch
Yoweri Museveni wurde im Juli 2025 von seiner Partei National Resistance Movement (NRM) als Kandidat nominiert und verspricht Stabilität sowie wirtschaftliches Wachstum bis zu einem BIP von 500 Milliarden Dollar. Kritiker werfen ihm autoritäre Methoden vor, einschließlich Verhaftungen von Oppositionellen wie Kizza Besigye, der seit November in Haft sitzt. Museveni betont Erfolge wie Frieden, Infrastruktur und Investitionen, kontrastiert mit Afrikas historischen Rückständen.
Bobi Wine als Hoffnungsträger der Jugend
Der 43-jährige Robert Kyagulanyi, bekannt als Bobi Wine, mobilisiert die frustrierte Jugend mit Versprechen gegen Korruption und Arbeitslosigkeit. Bei der Wahl 2021 erhielt er 35 Prozent, warf Museveni Betrug vor und erlitt Repressionen mit über 50 Toten bei Protesten. Seine National Unity Platform leidet unter Festnahmen und Gewalt während Kampagnen.
Gewalt und Repression im Vorfeld
Die Kampagne war von Unruhen geprägt: Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Gummigeschosse ein, Oppositionellen wurden Veranstaltungen gestört. Seit Dienstagabend gilt ein Internet-Blackout zur Bekämpfung von “Desinformation”, was die UN-Menschenrechtsbüro kritisiert. Experten melden unzureichende Wählerbildung und Kandidatenausschlüsse als beispiellos.
Internationale Bedenken und Ausblick
Die USA und Menschenrechtsorganisationen kritisieren fehlende Fairness, während Museveni als westlicher Verbündeter gilt. Die Wahl umfasst auch Parlamentssitze; Ergebnisse werden bis Samstag erwartet, mit hohem Risiko für Instabilität. Ugandas Zukunft hängt von einem friedlichen Prozess ab, der den Willen der jungen Mehrheit widerspiegelt.
Quellen
Uganda bereitet sich auf spannende Wahlen vor, während Museveni einen Sieg anstrebt
Der ugandische Präsident Museveni, seit 1986 an der Macht, strebt eine weitere Amtszeit an.