07.01.2026
Eine Minute Lesezeit

Warum Berlin den US-Einsatz gegen Maduro verschont

deutschland-zoegert-us-angriff

Die deutsche Bundesregierung reagiert zurückhaltend auf den US-Militärschlag in Venezuela, bei dem Präsident Nicolás Maduro gefasst wurde. Statt einer klaren Verurteilung als Völkerrechtsbruch betont Kanzler Friedrich Merz die Komplexität der Lage. Diese Haltung löst Kritik in der Opposition aus.

Der US-Angriff auf Caracas

US-Streitkräfte führten am 3. Januar 2026 eine Operation in Caracas durch und nahmen Maduro sowie seine Frau fest. Präsident Donald Trump rechtfertigte den Einsatz mit Maduros angeblicher Illegitimität nach gefälschten Wahlen. Experten sehen darin einen klaren Verstoß gegen das Völkerrecht, da es die Souveränität Venezuelas verletzt.

Zurückhaltung der Bundesregierung

Kanzler Merz erklärte auf X, die rechtliche Bewertung sei „komplex“ und erfordere Zeit. Das Auswärtige Amt forderte lediglich Einhaltung des Völkerrechts durch alle Seiten, ohne die USA direkt anzuklagen. Außenminister Johann Wadephul wies auf Maduros Menschenrechtsverstöße hin, um die Haltung zu relativieren.

EU-Position und Opposition

Die EU veröffentlichte eine Erklärung von 26 Staaten, die Völkerrecht und Demokratie in Venezuela betonte, ohne explizite US-Kritik. Grünen-Chefin Katharina Dröge forderte eine klare Verurteilung des „Bruchs des Völkerrechts“. Die AfD lobte den US-Einsatz hingegen als „realpolitik“.

Strategische Gründe für Zögern

Berlin priorisiert Beziehungen zu Trump, insbesondere vor Ukraine-Gesprächen in Paris. Die Regierung vermeidet Friktion, um US-Sicherheitsgarantien zu sichern. Kritiker sprechen von Doppelmoral in der deutschen Berichterstattung.

​Quellen

Venezuela: Deutschland zögert, den Angriff der USA zu verurteilen
Von »Putsch« bis »Signal der Hoffnung«

israel-angriffe-libanon-hisbollah
Vorherige Geschichte

 Eskalation im Südlibanon: Evakuierungsaufruf vor israelischen Luftschlägen

thunfisch-rekord-tokio-auktion
Nächste Geschichte

Gigantischer Blauflossen-Thunfisch bricht Rekorde: 3,2 Millionen Dollar bei Tokios Neujahrs-Auktion

Neueste von Blog

Geh zuOben