Ein aufsehenerregendes Live-Interview hat in den USA eine Debatte über den Umgang der Trump-Regierung mit ehemaligen US-Soldaten ausgelöst. Trumps damalige Heimatschutzministerin wurde während eines Fernsehauftritts mit Berichten konfrontiert, wonach Veteranen – also Menschen, die in US-Kriegen gedient haben – von Abschiebung bedroht seien. Die Szene, die viral ging, zeigte, wie die Ministerin sichtlich ins Straucheln geriet, als sie nach konkreten Fällen gefragt wurde.
Laut verschiedenen Berichten, darunter The Guardian und NBC News, sollen in den vergangenen Jahren Dutzende Veteranen in Abschiebelager gekommen sein, meist wegen geringfügiger Vergehen nach ihrer Rückkehr aus dem Kriegseinsatz.
Hintergrund: Einwanderungspolitik unter Trump
Die restriktive Einwanderungspolitik der Trump-Regierung war von Anfang an stark umstritten. Ziel sei es gewesen, „kriminelle Ausländer“ konsequent abzuschieben – doch offenbar wurden auch Veteranen betroffen, die nach ihrer Dienstzeit keine US-Staatsbürgerschaft erhalten hatten.
Menschenrechtsgruppen wie die American Civil Liberties Union (ACLU) kritisierten, dass die Regierung zu wenig dafür getan habe, ehemaligen Soldaten reguläre Einbürgerungsverfahren zu ermöglichen. „Die Idee, dass jemand, der für die USA gekämpft hat, schließlich aus dem Land geworfen wird, ist ein moralischer Widerspruch“, hieß es in einer Stellungnahme der Organisation Deported Veterans Support House.
Reaktionen und öffentliche Empörung
Nach dem Interview entbrannte eine Welle der Empörung in sozialen Netzwerken. Unter dem Hashtag **eportedVeterans teilten Nutzer Berichte über betroffene Soldaten, viele davon mit jahrelangem Militärdienst im Irak oder in Afghanistan. Kommentatoren warfen der Heimatschutzministerin mangelnde Transparenz und Empathie vor.
Selbst ehemalige Militärangehörige forderten Reformen. Ein Veteran schrieb auf X (früher Twitter): „Wir haben unser Land gedient. Jetzt schiebt uns das Land ab.“
Blick nach vorne: Neue Regelungen unter Biden
Unter Präsident Joe Biden wurden einige dieser Fälle erneut überprüft. Laut Department of Homeland Security (DHS) sollen mehrere Veteranen bereits zurück in die USA geholt worden sein. Die Regierung versprach zudem, künftig sicherzustellen, dass alle Militärdienstleistenden automatisch Zugang zu einem beschleunigten Einbürgerungsverfahren erhalten.
Trotzdem bleibt das Thema brisant: Menschenrechtler warnen, dass die strukturellen Probleme im Immigrationssystem weiterhin bestehen und ähnliche Fälle jederzeit wieder auftreten könnten.
Quellen
Abschiebung von US-Veteranen? Trumps Heimatschutzministerin wird live entlarvt
Trump-Ministerin blamiert sich: Veteran entlarvt Lüge live