US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die venezolanische Übergangsregierung zwischen 30 und 50 Millionen Barrel sanktioniertes Öl an die USA liefern wird. Das Öl soll zum Marktpreis verkauft werden, wobei Trump die Einnahmen persönlich kontrolliert, um sie dem Wohl beider Länder zuzuführen. Die Maßnahme folgt auf einen US-Militäreinsatz, bei dem Nicolás Maduro festgenommen wurde.
Hintergrund der Ankündigung
Trump teilte die Neuigkeit am Dienstag auf seiner Plattform Truth Social mit und wies Energieminister Chris Wright an, den Plan “sofort” umzusetzen. Das Öl, das als “hochwertig” bezeichnet wird, soll per Lagerschiffen direkt in US-Häfen transportiert werden, wobei ein Barrel etwa 159 Liter umfasst. Bei aktuellen Preisen könnte der Deal bis zu 2,8 Milliarden US-Dollar wert sein.
Politischer Kontext in Venezuela
Die Lieferungen erfolgen nach der Festnahme von Maduro und seiner Frau Cilia Flores durch US-Streitkräfte in Caracas sowie der Ernennung von Delcy Rodríguez zur Interimspräsidentin durch das Oberste Gericht Venezuelas. Trump wirft dem Maduro-Regime vor, Drogenschmuggel zu fördern, während Kritiker argumentieren, es gehe primär um Venezuelas weltgrößte Ölreserven. Bis 2005 war Venezuela ein Schlüssel-Lieferant für die USA, bevor Hugo Chávez US-Firmen verstaatlichte.
Wirtschaftliche Auswirkungen
Das Weiße Haus plant ein Treffen mit Vertretern von Exxon, Chevron und ConocoPhillips, um Investitionen in Venezuelas marode Öl-Infrastruktur zu besprechen. Trump verspricht Subventionen für US-Konzerne, die den Sektor in unter 18 Monaten wiederbeleben sollen, was Experten als zu ambitioniert kritisieren. Ölpreise fielen nach der Ankündigung leicht.
Internationale Reaktionen
China, bisher größter Käufer venezolanischen Öls, erleidet einen Schlag durch den Deal. In Europa wächst Besorgnis um Völkerrechtsverstöße, während Mexiko faire Verhandlungen fordert. Demokraten in den USA sehen die Ölreserven als wahren Grund für den Eingriff.
Quellen
Donald Trump kündigt Öllieferungen aus Venezuela an die USA an
US-Präsident fordert Öl-Verkauf von Venezuela und will Erlös selbst kontrollieren