Am 6. Januar 2026 haben Sternsingerinnen und Sternsinger aus allen Teilen Deutschlands das Bundeskanzleramt in Berlin besucht. Wie jedes Jahr brachte die Gruppe den traditionellen Segen „20*C+M+B+26“ – Christus mansionem benedicat („Christus segne dieses Haus“) – an die Eingangstüren des Amtsgebäudes an. Der Dreikönigstag gilt als Höhepunkt der bundesweiten Aktion Dreikönigssingen, bei der Kinder Spenden für benachteiligte Gleichaltrige in aller Welt sammeln.
Persönliches Treffen mit Friedrich Merz entfällt
Anders als in früheren Jahren konnte der Bundeskanzler in diesem Jahr nicht persönlich an dem Empfang teilnehmen. Friedrich Merz ließ sich wegen anderer dienstlicher Verpflichtungen entschuldigen. Eine Vertreterin aus dem Kanzleramt nahm den Segen stellvertretend entgegen und bedankte sich bei den Kindern für ihr Engagement, ihre Lieder und ihren Einsatz für soziale Projekte.
Sternsingeraktion 2026: Einsatz für das Miteinander
Die diesjährige Aktion steht unter dem Motto „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“. Sie soll auf Umweltzerstörung, den Klimawandel und den Schutz indigener Völker aufmerksam machen. Deutschlandweit beteiligen sich rund 300.000 Kinder und Jugendliche an der Spendenaktion, die vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) getragen wird.
Bedeutung der Sternsingertradition
Das Sternsingen geht auf den katholischen Brauch der Heiligen Drei Könige zurück. Verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar ziehen Kinder von Haus zu Haus, singen Lieder, sprechen Segenswünsche und sammeln Geld für den guten Zweck. Seit 2015 gehört die Aktion offiziell zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO in Deutschland.
Quellen
Sternsinger segnen Bundeskanzleramt
108 Sternsingerinnen und Sternsinger im Bundeskanzleramt