In der syrischen Stadt Homs ist es am Freitag während des Freitagsgebets zu einer Explosion in einer alawitischen Moschee gekommen. Nach ersten Berichten syrischer und internationaler Medien wurden dabei mehrere Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Die genaue Zahl der Opfer variiert je nach Quelle, staatliche Medien sprachen von „mehreren Dutzend Verletzten“.
Unklarheit über Täterschaft
Wer hinter der Explosion steckt, ist bislang unklar. Sicherheitskräfte haben das Gebiet weiträumig abgesperrt und eine Untersuchung eingeleitet. Nach Informationen lokaler Aktivisten richtete sich der Anschlag offenbar gezielt gegen Angehörige der alawitischen Glaubensgemeinschaft, der auch Teile der syrischen Führung um Präsident Bashar al-Assad angehören.
Reaktionen in sozialen Medien
In sozialen Netzwerken kursieren zahlreiche Videos und Bilder, die heftige Zerstörungen und chaotische Szenen zeigen sollen. Nutzer berichten von Rauchwolken über dem Stadtviertel Zahra, das bereits in der Vergangenheit mehrfach Ziel extremistischer Angriffe war. Offizielle Stellen warnten vor der Verbreitung unbestätigter Informationen und Falschmeldungen.
Historischer Kontext
Die Stadt Homs war in den ersten Jahren des syrischen Bürgerkriegs eines der Zentren der Protestbewegung und später Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen. Obwohl die Regierung inzwischen die Kontrolle über große Teile der Stadt zurückgewonnen hat, kommt es weiterhin vereinzelt zu Anschlägen, vor allem in Vierteln mit religiöser Bedeutung.
Internationale Reaktionen
Internationale Beobachter, darunter das Syrische Observatorium für Menschenrechte, verurteilten die Tat und forderten eine unabhängige Untersuchung. Die UNO rief erneut zu einem verstärkten Schutz religiöser Stätten auf. Vertreter der Europäischen Union äußerten ihr Beileid und mahnten gleichzeitig zur Zurückhaltung, bis offizielle Untersuchungsergebnisse vorliegen.
Quellen
Tote nach Anschlag auf Moschee in Homs
Explosion in Moschee in syrischer Stadt Homs tötet mindestens acht Menschen






