21.12.2025
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Unruhen in Bangladesch: Wut über Mord an Aktivist führt zu Angriffen auf Medienhäuser

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In Bangladesch ist es am Donnerstag erneut zu schweren Ausschreitungen gekommen. Auslöser war die Ermordung eines bekannten politischen Aktivisten, deren Hintergründe bislang unklar sind. Nach offiziellen Angaben griffen wütende Demonstranten in der Hauptstadt Dhaka zwei Zeitungsgebäude an und setzten sie in Brand. Mehrere Personen wurden verletzt, darunter auch Journalisten und Sicherheitskräfte.

Augenzeugen zufolge forderten die Demonstranten eine unabhängige Aufklärung der Tat und beschuldigten die betroffenen Medienhäuser, eine pro‑indische Haltung einzunehmen.

Spannungen zwischen Bangladesch und Indien nehmen zu

Die Angreifer werfen den Medien vor, durch „einseitige Berichterstattung“ die Interessen Indiens zu fördern. Laut Berichten der Bangladesh Daily News sollen die mutmaßlichen Täter nach der Tat über die Grenze nach Indien geflohen sein. Diese Anschuldigungen verschärfen die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern.

Politische Beobachter sehen in den jüngsten Angriffen ein Symptom wachsender nationalistischer Spannungen in Bangladesch. Seit Monaten protestieren oppositionelle Gruppen gegen die Regierung in Dhaka, die ihnen mangelnde Transparenz und enge politische Bindungen an Neu‑Delhi vorwerfen.

Regierung kündigt harte Maßnahmen an

Das Innenministerium von Bangladesch verurteilte die Gewalt scharf und versprach, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Ein Sprecher erklärte, mehrere Festnahmen seien bereits erfolgt. Die Polizei habe zudem Sicherheitsvorkehrungen rund um Verlags‑ und Medienhäuser landesweit verstärkt.

Internationale Organisationen wie Reporter ohne Grenzen und das Committee to Protect Journalists (CPJ) äußerten Besorgnis über die Angriffe auf die Pressefreiheit. Beide forderten die Regierung auf, Journalisten und Medien vor weiteren Übergriffen zu schützen.

Internationale Reaktionen und politische Folgen

In Indien wurde der Vorwurf, die Täter hätten dort Zuflucht gefunden, entschieden zurückgewiesen. Das indische Außenministerium sprach von „haltlosen Anschuldigungen“, die darauf abzielten, die öffentliche Stimmung in Bangladesch zu beeinflussen.

Analysten warnen vor einer weiteren Eskalation der Lage. Sollte die Regierung in Dhaka innenpolitischen Druck verspüren, könnte dies zu einer Verschärfung der Grenzkontrollen und diplomatischen Spannungen führen.

Quellen

Demonstranten stecken Zeitungsbüros in Brand
Aktuelles zu den Protesten in Bangladesch: Gewalt nach dem Tod des Aktivisten Sharif Osman Hadi

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