In Taiwans Hauptstadt Taipeh sind bei einem Messerangriff mindestens drei Menschen getötet worden. Nach Angaben der Behörden setzte der Angreifer zudem Rauchbomben ein, was Panik unter den Passanten auslöste. Die Tat ereignete sich während der Hauptverkehrszeit in einer U-Bahn-Station im Bezirk Zhongshan. Einsatzkräfte und Rettungsteams waren schnell vor Ort.
Der mutmaßliche Täter wurde später leblos aufgefunden. Die Polizei bestätigte, dass auch der Angreifer unter den Todesopfern ist. Bislang gibt es keine konkreten Hinweise auf ein politisches oder persönliches Motiv.
Ermittlungen und öffentliche Reaktionen
Die taiwanesischen Behörden haben eine Sonderkommission eingesetzt, um den Ablauf der Tat zu rekonstruieren. Videoaufnahmen aus der Überwachungskamera sollen Aufschluss über die Bewegungen des Täters geben. Präsidentin Tsai Ing‑wen verurteilte die Tat scharf und sprach den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus.
Viele Bürgerinnen und Bürger reagierten bestürzt. In sozialen Medien kursieren Bilder und Videos, die kurz nach dem Angriff aufgenommen wurden – die Polizei bittet die Öffentlichkeit jedoch, solche Inhalte nicht weiterzuverbreiten.
Sicherheitslage in Taipeh
Obwohl Taiwan als eines der sichersten Länder Asiens gilt, kommt es gelegentlich zu Gewaltverbrechen mit tödlichem Ausgang. Experten fordern nun eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Stadtverwaltung prüft, wie der Einsatz von Sicherheitspersonal in Bahnhöfen künftig verstärkt werden kann.
Quellen
Mindestens drei Tote bei Messerangriff in Taipeh
Drei Tote bei Angriff mit Rauchgranaten und Messer in Taipeh