Nach einer deutlichen Warnung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hat die iranische Regierung Vorwürfe über mögliche Hinrichtungen von Demonstranten offiziell zurückgewiesen. In einem Interview mit dem US-Sender Fox News erklärte Irans Außenminister, dass „keine Hinrichtungen im Zusammenhang mit den jüngsten Protesten geplant oder genehmigt“ seien.
Trumps Äußerung kam, nachdem Berichte über harte Urteile gegen Demonstranten im Iran internationale Aufmerksamkeit erregten. Der Ex-Präsident hatte in sozialen Medien betont, dass „die Welt zuschauen werde“, sollte es zu weiteren Hinrichtungen kommen.
Hintergrund: Proteste und internationale Kritik
Im Iran halten seit Monaten Proteste gegen die Regierung an, ausgelöst durch soziale Missstände und politische Unterdrückung. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch hatten mehrfach auf die Gefahr unfairer Gerichtsverfahren und schwerer Strafen hingewiesen.
Westliche Staaten, darunter Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich, hatten ebenfalls Druck auf Teheran ausgeübt, die Verfahren transparent und fair zu gestalten. Der iranische Außenminister wies diese Kritik nun als „einseitig und politisch motiviert“ zurück.
Diplomatische Spannungen zwischen Washington und Teheran
Die Stellungnahme des iranischen Außenministers erfolgt in einer Zeit erneuter Spannungen zwischen den USA und Iran. Während Trumps Tonfall an frühere Konfrontationen während seiner Amtszeit erinnert, versucht die US-Regierung unter Präsident Joe Biden, die diplomatischen Kanäle offenzuhalten.
Experten sehen in Trumps Äußerungen eine mögliche innenpolitische Strategie – insbesondere im Hinblick auf seine erneute Präsidentschaftskandidatur. Der Iran wiederum nutzt die Gelegenheit, um seine Haltung als souveräner Staat hervorzuheben und externe Einmischung zu kritisieren.
Quellen
Iran-Regime reagiert auf Trump-Drohung: Keine Hinrichtungen geplant
Irans Außenminister: Keine Hinrichtungen geplant

