Nordkorea hat kürzlich Hyperschallraketen getestet und dabei explizit auf die US-Intervention in Venezuela verwiesen. Das Regime unter Kim Jong-un sendet damit eine klare militärische Drohung an Washington.
Der Raketentest im Detail
Am Sonntag feuerte Nordkorea mehrere ballistische Raketen ab, die nach Angaben der staatlichen KCNA Hyperschallwaffen waren. Die Geschosse erreichten Höhen von 50 Kilometern und flogen 900 bis 950 Kilometer weit ins Ostmeer. Kim Jong-un überwachte den Test persönlich und betonte, dies diene der Stärkung der nuklearen Abschreckung.
Verweis auf die Venezuela-Krise
Kim Jong-un sprach von einer „jüngsten geopolitischen Krise“, eine klare Anspielung auf den US-Militärschlag gegen Venezuela, bei dem Präsident Nicolás Maduro gestürzt wurde. Nordkoreas Außenministerium verurteilte dies als „schwere Verletzung der Souveränität“ und „Beispiel für die brutale Natur der USA“. Das Regime fürchtet ähnliche „Enthauptungsschläge“ gegen sich selbst.
Internationale Kritik und Reaktionen
Aus vielen Ländern, darunter China und Russland, kommt scharfe Kritik am US-Einsatz in Venezuela, was Nordkorea als Unterstützung nutzt. Südkorea und Japan meldeten die Raketenstarts und sehen darin eine Provokation. Experten bezweifeln jedoch, ob es sich um echte Hyperschallraketen handelt, und sprechen von „quasi-Hyperschall-Geschossen“.
Strategische Bedeutung
Der Test unterstreicht Nordkoreas Bemühungen, Präzisionswaffen zu entwickeln, die US-Abwehrsysteme umgehen könnten. Er erfolgte zeitlich passend zum Südkorea-China-Gipfel und signalisiert: „Wir lassen uns nicht so leicht stürzen wie Venezuela“. Dies könnte auch Waffenlieferungen an Russland vorbereiten.
Quellen
Nordkorea will Hyperschallraketen getestet haben – mit Verweis auf Venezuela
Nordkoreas Kim überwacht Test mit Hyperschallrakete und warnt vor „geopolitischer Krise“