Eine Fähre mit über 350 Passagieren und Besatzungsmitgliedern sank früh am Montagmorgen vor der Südküste der Philippinen, wobei mindestens 15 Menschen ums Leben kamen. Das Schiff MV Trisha Kerstin 3 war von Zamboanga City auf der Insel Mindanao unterwegs nach Jolo auf der Insel Sulu, als es um 1:50 Uhr Ortszeit ein Notrufsignal absetzte. Rettungsteams bargen bisher 316 Überlebende, doch 28 Personen gelten noch als vermisst.
Die Fähre, die sowohl Passagiere als auch Fracht transportierte, ging etwa eine Seemeile vor der Küste der Provinz Basilan unter, trotz ruhiger Wetterbedingungen. Ein Küstenwache-Inspektor an Bord alarmierte die Behörden rechtzeitig, was eine schnelle Rettungsaktion ermöglichte.
Rettungsaktionen und Überlebende
Küstenwache, Marine und lokale Fischer setzten Schiffe, Hubschrauber und Flugzeuge ein, um die Passagiere zu bergen. Viele Überlebende wurden zunächst in das Dorf Baluk-Baluk gebracht und später nach Isabela City verbracht, wo medizinisches Personal überfordert war. Basilan-Gouverneur Mujiv Hataman teilte Videos von Geretteten, die in Decken gehüllt wurden.
Rettungskräfte berichteten von chaotischen Szenen, mit Schreien der Überlebenden in der Dunkelheit. Insgesamt waren 332 Passagiere und 27 Crewmitglieder registriert.
Ursachen und Untersuchung
Die Behörden ermitteln die genaue Ursache; Überlebende berichteten von turbulenten Seebedingungen. Technische Probleme werden vermutet, da das Schiff trotz guter Wetterlage sank. Die philippinische Küstenwache kündigte eine Untersuchung an.
Historischer Kontext
Die Philippinen, ein Archipel mit über 7.100 Inseln, verzeichnen regelmäßig Fährunglücke aufgrund mangelnder Wartung, Überladung und schwacher Sicherheitskontrollen. Ähnliche Vorfälle in den vergangenen Jahren forderten Dutzende Tote, wie Brände auf Fähren 2023. Fähren bleiben jedoch das günstige Verkehrsmittel für viele Filipinos.
Quellen
Achtzehn Tote nach Untergang einer Fähre mit 300 Passagieren auf den Philippinen
Fähre mit über 350 Menschen an Bord sinkt in den Philippinen, mindestens 15 Menschen kommen ums Leben