21.01.2026
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Schwerster Schneesturm seit Jahrzehnten: Ausnahmezustand auf Kamtschatka – Tote und Chaos​

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Die Halbinsel Kamtschatka im Fernen Osten Russlands ringt mit außergewöhnlichen Schneemengen, die selbst für diese winterharte Region beispiellos sind. Meteorologen bezeichnen die Niederschläge als die schwersten seit über 30 Jahren, mit Schneeverwehungen bis zu fünf Metern Höhe. Seit dem 12. Januar 2026 haben Zyklone massive Schneefälle ausgelöst, die Straßen, Häuser und Fahrzeuge komplett einschneien ließen.​​

Ausnahmezustand und dramatische Folgen

Auf Kamtschatka wurde der Ausnahmezustand ausgerufen, da der öffentliche Verkehr lahmgelegt ist, Schulen geschlossen bleiben und Versorgungsengpässe drohen. In der Regionalhauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski starben zwei Männer durch herabstürzende Schneemassen von Dächern. Bewohner müssen Eingänge freischaufeln oder Häuser über Balkone und Fenster verlassen, während Supermärkte an Brot, Milch und Treibstoff leiden.​

Ursachen des Jahrhundertwinters

Die extremen Bedingungen resultieren aus mehreren Zyklonen über dem Pazifik, die feuchte Luft in die kalte Region pumpen und durch starke Winde – bis 45 m/s – zu hohen Verwehungen führen. Innerhalb weniger Tage fiel so viel Schnee wie normalerweise in Monaten, mit Rekordniederschlägen von 36 mm in 24 Stunden. Experten sehen hierin einen Zusammenbruch des Polarwirbels als verstärkenden Faktor.​​

Hilfsmaßnahmen und Bürgerengagement

Gouverneur Wladimir Solodow ordnete in einer Krisensitzung die Räumung kritischer Straßen und die Sicherstellung der Grundversorgung an. Studenten wie Pawel Scherebkin, Soldaten und der Katastrophenschutz sind im Dauereinsatz, um Eingeschlossene – vor allem Ältere – zu befreien. Videos zeigen Bewohner mit Humor, die Tunnel graben oder Schlitten nutzen, doch die Arbeiten dauern voraussichtlich noch Tage.​​

Ausblick: Kein schnelles Ende in Sicht

Weitere Zyklone bedrohen die Region, mit anhaltendem Schneefall und Lawinengefahr. Die Schneeräumarbeiten an Dächern und Straßen laufen rund um die Uhr, doch Temperaturen um minus 20 Grad erschweren die Lage. Behörden warnen vor anhaltenden Risiken, während die „Schnee-Apokalypse“ als Mahnung für zukünftige Extremwetter dient.​​

Quellen

“Schnee-Apokalypse” im Osten Russlands
Kamtschatka kämpft mit Schneemassen

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