Der Besitzer der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana, Jacques Moretti, wurde nach einer sechsstündigen Befragung festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr. Das Feuer brach in der Silvesternacht 2025/2026 aus und forderte 40 Tote sowie über 100 Verletzte, hauptsächlich junge Menschen. Am 9. Januar 2026 gedachten rund 1.000 Angehörige, Gäste und Politiker der Opfer bei einer offiziellen Trauerfeier in Martigny.
Details zum Brand
Das Inferno entstand gegen 1:30 Uhr durch Pyro-Sprühfontänen oder Wunderkerzen, die die brennbare Schaumstoffdecke entzündeten, was zu einem Flashover führte. Die Bar im Kellerbereich war überfüllt mit etwa 300 Gästen, und es gab Kritik an fehlenden Brandschutzkontrollen sowie unzureichenden Notausgängen. Ermittlungen prüfen Vorwürfe der fahrlässigen Tötung, Körperverletzung und Brandstiftung gegen Moretti; seine Frau Jessica wurde entlassen.
Hintergrund des Betreibers
Jacques Moretti, ein 49-jähriger Franzose, hatte Vorstrafen wegen Anstiftung zur Prostitution aus dem Jahr 2008, was Fragen zur Erteilung der Betriebsbewilligung in Crans-Montana aufwirft. Trotz kantonaler Regelungen gegen Personen mit relevanten Verurteilungen durfte er die Bar führen; Gastro Suisse fordert nun strengere Kontrollen. Die Gemeinde Crans-Montana hat ihr Dossier an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.
Trauerfeier und Reaktionen
Die Zeremonie in Martigny sah Teilnahme von Bundespräsident Guy Parmelin sowie Staatschefs wie Emmanuel Macron und Sergio Mattarella. Parmelin forderte lückenlose Aufklärung und Konsequenzen bei Verfehlungen. Die Schweiz trauert um eine der schlimmsten Katastrophen, mit Fokus auf junge Opfer.
Quellen
Gedenken an die Opfer – Barbesitzer festgenommen
Wieso durfte Jacques Moretti trotz Vorstrafen Lokale betreiben?