Die angespannten Beziehungen zwischen Südafrika und den USA geraten durch gemeinsame Marineübungen mit China, Iran und Russland unter weiteren Druck. Die Manöver, die unter dem Namen „Will for Peace 2026“ laufen, finden vor der Küste bei Kapstadt statt und werden von China geleitet. Experten warnen, dass dies die diplomatischen Spannungen verschärfen und wirtschaftliche Konsequenzen für Südafrika nach sich ziehen könnte.
Details der Marineübungen
Die Woche andauernden Übungen begannen am 9. Januar 2026 und enden am 16. Januar in südafrikanischen Gewässern nahe Simon’s Town. Beteiligt sind Kriegsschiffe aus China (z. B. der Zerstörer Tangshan), Russland (z. B. der Fregatte Stoikiy) und Iran, ergänzt durch Beobachter aus Ländern wie Brasilien, Indonesien und den VAE. Ziel ist die Übung von Anti-Piraterie-Operationen, Schutz von Schifffahrtsrouten und gemeinsamen Manövern zur Stärkung der Kooperation im erweiterten BRICS-Block.
Hintergrund der US-Südafrika-Spannungen
Die Beziehungen befinden sich auf einem historischen Tiefstand, da US-Präsident Donald Trump Südafrika vorwirft, „schlechte Akteure“ wie Iran zu unterstützen. Trump hat Hilfen gekürzt, Zölle erhöht und Südafrika wegen angeblicher Diskriminierung weißer Farmer kritisiert, was zu Angeboten für Flüchtlingsstatus führte. Zudem belastet die südafrikanische Haltung gegenüber Israel am Internationalen Gerichtshof und frühere Dockings russischer Schiffe die Partnerschaft.
Reaktionen in Südafrika und international
Die oppositionelle Democratic Alliance (DA) kritisiert die Übungen scharf als Bruch der nicht-alignierten Außenpolitik und Nähe zu sanktionierten Staaten. Professoren wie William Gumede von der University of Witwatersrand warnen vor wirtschaftlichen Risiken und fordern eine pragmatischere Haltung gegenüber den USA. Innerhalb der Regierung betont Vize-Verteidigungsminister Bantu Holomisa die langjährige Tradition solcher Kooperationen im BRICS-Kontext.
Quellen
Die angespannten Beziehungen Südafrikas zu den USA stehen vor einer neuen Bewährungsprobe – Kriegsspiele mit China, Iran und Russland
Iran, Russland und China nehmen an Marineübungen in Südafrika teil, während die Spannungen hoch sind