Der Zugverkehr im Eurotunnel war am Mittwoch zeitweise vollständig unterbrochen. Grund waren Probleme an der Oberleitung auf der französischen Seite des Ärmelkanaltunnels. Mehrere Verbindungen zwischen Calais und Folkestone mussten kurzfristig gestrichen oder stark verspätet durchgeführt werden. Laut Betreibergesellschaft Getlink sei die Ursache auf einen technischen Defekt an der Hochspannungsleitung zurückzuführen.
Reparaturarbeiten laufen auf Hochtouren
Techniker arbeiteten den gesamten Mittwochabend an der Behebung der Störung. Wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte, sollen die Reparaturarbeiten im Laufe der Nacht abgeschlossen werden. Anschließend sei geplant, dass der Zugbetrieb am Donnerstagmorgen wieder planmäßig aufgenommen werden könne. Fahrgäste wurden gebeten, vor Reiseantritt die aktuellen Verbindungen zu prüfen und sich über mögliche Verspätungen zu informieren.
Verkehrschaos blieb weitgehend aus
Trotz der Zugausfälle sei es laut den Betreibern nur zu geringfügigen Störungen im Gesamtverkehr gekommen. Sowohl der Shuttle-Dienst für Fahrzeuge als auch die Eurostar-Passagierzüge seien von der Unterbrechung betroffen gewesen, konnten aber größtenteils auf Ersatzpläne ausweichen. Die Betreiber lobten die enge Zusammenarbeit zwischen den britischen und französischen Technik- und Einsatzteams.
Bedeutung des Eurotunnels für den europäischen Verkehr
Der Eurotunnel gilt als eine der wichtigsten Verkehrsadern Europas. Täglich nutzen ihn tausende Pendler, Touristen und Frachttransporte zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland. Eine länger andauernde Unterbrechung hätte nicht nur logistische, sondern auch wirtschaftliche Folgen gehabt, insbesondere im Warenverkehr zwischen Frankreich und dem Vereinigten Königreich.
Quellen
Züge im Eurotunnel sollen über Nacht wieder planmäßig verkehren
Züge fahren teilweise wieder durch den Eurotunnel