06.01.2026
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Machtwechsel in Kiew: Geheimdienstchef Maljuk plant Rücktritt

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj treibt die Neuordnung der Verteidigungs- und Sicherheitsstrukturen seines Landes weiter voran. Nachdem bereits im Dezember der Verteidigungsminister Rustem Umerow und der Stabschef Andrij Jermak entlassen wurden, steht nun der Rücktritt des Geheimdienstchefs Kyrylo Maljuk bevor. Dies berichteten mehrere ukrainische Medien unter Berufung auf Regierungsquellen am Montagabend (Stand: 05.01.2026, 17:58 Uhr).

Selenskyj begründete die jüngsten Personalentscheidungen mit der Notwendigkeit, die „Effizienz und Reaktionsfähigkeit“ der Streitkräfte und Geheimdienste angesichts der anhaltenden russischen Angriffe zu erhöhen. Es gehe darum, die Sicherheitsarchitektur der Ukraine an die veränderten Bedingungen des Krieges anzupassen.

Maljuk seit Kriegsbeginn in Schlüsselrolle

Kyrylo Maljuk stand seit Beginn der russischen Invasion 2022 an der Spitze des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU). Er galt als enger Vertrauter des Präsidenten und war maßgeblich an der Aufdeckung von Spionagenetzwerken sowie an der Abwehr russischer Sabotageaktionen beteiligt.

Trotz seines Erfolges geriet der Dienst zuletzt wegen interner Spannungen und fehlender Transparenz bei Ermittlungen zunehmend in die Kritik. Beobachter sehen den geplanten Rücktritt daher als Teil eines breiteren Versuchs Selenskyjs, das Vertrauen in staatliche Institutionen zu stärken.

Politische und militärische Neuausrichtung

In Kiew wird die laufende Umbildung der Führung als Signal einer strategischen Neuausrichtung verstanden: Ziel sei es, die militärische Koordination sowie die Geheimdienstkooperation mit westlichen Partnern zu intensivieren.

Analysten werten die Entwicklung zugleich als Versuch, politische Stabilität zu bewahren und interne Machtkämpfe inmitten des Krieges zu verhindern. Insbesondere der Umbau des Geheimdienstapparats gilt als entscheidend für die Sicherheit und Informationslage an der Front.

Ausblick und mögliche Nachfolger

Wer die Nachfolge von Maljuk antreten könnte, ist bislang unklar. Insidern zufolge prüft das Präsidialamt mehrere Kandidaten aus dem Umfeld des Verteidigungs- und Sicherheitssektors. Eine offizielle Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet.

Mit diesem weiteren Personalwechsel setzt Präsident Selenskyj ein starkes Zeichen – sowohl nach innen als auch nach außen: Er will zeigen, dass die Ukraine trotz des anhaltenden Krieges entschlossen an der Erneuerung ihrer Institutionen arbeitet.

Quellen

Ukrainischer Geheimdienstchef will zurücktreten
Nach Verteidigungsminister und Stabschef: Nun auch Geheimdienstchef Maljuk vor Rücktritt

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