Hunderte Migranten haben in den vergangenen Tagen die griechische Insel Kreta erreicht, nachdem Patrouillenboote der griechischen Küstenwache und der EU-Grenzschutzagentur Frontex sie auf See aufgriffen. Allein kürzlich wurden mehr als 650 Menschen gerettet, darunter ein Boot mit 545 Personen an Bord. Die Migranten, hauptsächlich aus Bangladesch, Ägypten und Pakistan, starteten ihre gefährliche Überfahrt aus Libyen.
Ursachen der Zunahme
Das ruhige Mittelmeer in der Region erleichterte Schleusern den Transport der Boote nach Europa, wie Behörden berichten. In diesem Jahr sind bereits fast 18.000 Migranten auf Kreta angekommen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu rund 5.000 im Vorjahr. Solche Massenankünfte belasten die lokalen Aufnahmekapazitäten stark.
Maßnahmen der Behörden
Die Geretteten wurden in kleine Küstenhäfen auf Kreta gebracht und sollen in Flüchtlingslager verteilt werden. Frühere Vorfälle zeigen, dass bei Überlastung Transporte aufs Festland angeordnet wurden, begleitet von Notmaßnahmen wie der dreimonatigen Aussetzung von Asylverfahren für Seeankömmlinge aus Nordafrika. Die griechische Regierung setzt zudem Kriegsschiffe ein, um die Route zu kontrollieren.
Quellen
Hunderte Migranten erreichen Kreta
Mehrere hundert Migranten landen auf Kreta






