In Deutschland lag früher tatsächlich mehr Schnee als heute, insbesondere in den Wintermonaten. Statistiken des Deutschen Wetterdiensts (DWD) zeigen, dass in den 1980er Jahren im Winter doppelt so viele Tage mit Schneedecke auftraten wie derzeit. Der Rückgang ist messbar: Zwischen den Perioden 1961–1990 und 1991–2020 nahm die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten ab, da Winter wärmer wurden.
Einfluss des Klimawandels
Der Klimawandel führt zu höheren Temperaturen, wodurch Niederschlag öfter als Regen statt als Schnee fällt. Früher hielten kalte Hochdrucklagen Schnee länger, heute schmilzt er schneller; die Mitteltemperatur an Weihnachtstagen stieg von 1,20 °C (1781–2023) auf 1,66 °C (1991–2020). In Regionen wie dem Harz oder NRW sanken die Schneetage spürbar, etwa auf 74 pro Jahr in der Normalperiode 1991–2020.
Regionale Unterschiede und Prognosen
Niedrigere Lagen sind stärker betroffen, während höhere Berge wie der Kahle Asten noch Schnee sehen, aber mit abnehmender Tendenz. Winterniederschläge variieren, lagen 2024/25 bei 155 Litern pro Quadratmeter – eher trocken. Experten warnen: Bis 2040–2050 könnte natürlicher Schnee im Harz im Januar/Februar rar werden.
Quellen
Lag früher mehr Schnee?
Hat es Weihnachten früher öfter geschneit?