urska zigart steht im Schatteneines der dramatischsten Momente der Radsportgeschichte 2026 – doch die Nachricht von Tadej Pogacars Saisonende nach dem Vuelta-Sturz wirft weit mehr Fragen auf, als nur die nach seiner Genesung. Während der fünffache Tour-de-France-Sieger seine Rennsaison abbricht und seinen Vertrag bis 2032 verlängert, rückt auch seine Verlobte, die slowenische Profi-Radsportlerin urska zigart, erneut in den Fokus. Ihre eigene Karriere verläuft parallel zu seiner – und beide teilen nicht nur die Leidenschaft für den Radsport, sondern auch die Erfahrung von schweren Stürzen und Comebacks.
Ein Sturz, der mehr verändert als nur eine Saison
Der Sturz auf der achten Etappe der Vuelta a España Ende August 2026 war kein gewöhnlicher Ausrutscher. Pogacar, zu diesem Zeitpunkt klarer Gesamtführender mit einem Vorsprung von fast vier Minuten, wurde in eine Massenkarambolage verwickelt und stürzte so unglücklich, dass er mit einer Gehirnerschütterung, einer stabilen Fraktur des siebten Halswirbels sowie einem verschobenen Bruch des linken Schlüsselbeins ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Operation am Schlüsselbein erfolgte erst Anfang September in Barcelona, nachdem die Gehirnerschütterung abgeklungen war – ein Zeichen dafür, wie ernst die Verletzungen waren.
Dass Pogacar nun die gesamte restliche Saison 2026 absagt, darunter die Weltmeisterschaften in Montreal, die Europameisterschaften in Ljubljana und das Monument Il Lombardia, ist keine vorsichtige Maßnahme, sondern eine medizinisch zwingende Entscheidung. Halswirbelfrakturen im Profiradsport sind heikel: Auch wenn die Fraktur als „stabil” eingestuft wurde und keine neurologischen Schäden vorliegen, birgt ein zu frühes Comeback das Risiko langfristiger Schäden – besonders für einen Fahrer, der noch Jahre auf höchstem Niveau fahren will.
Die Vertragsverlängerung bis 2032: Sicherheit statt Spekulation
Parallel zur Absage verkündete UAE Team Emirates-XRG, dass Pogacar seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2032 verlängert hat. Das ist bemerkenswert, denn es signalisiert beidseitiges Vertrauen trotz der Verletzungsserie. Pogacar selbst sagte in der Pressemitteilung, dass er sich in diesem Team von Anfang an wie zu Hause gefühlt habe und sie über die Jahre zusammengewachsen seien.
Teamchef Joxean Matxin ließ jedoch Raum für Interpretationen, als er auf Karriereende-Gerüchte angesprochen wurde: „Man sollte nicht alles glauben, was in der Presse steht” – eine kryptische Aussage, die zeigt, dass selbst bei einem Vertrag bis 2032 nichts in Stein gemeißelt ist. Pogacar wird 2032 34 Jahre alt sein – ein Alter, in dem viele Profis bereits zurücktreten, aber auch eines, in dem einige ihre besten Jahre haben.
urska zigart: Mehr als nur die Freundin von Pogacar
Während Pogacar seine Saison beendet, kämpft urska zigart weiter – und das mit beachtlichem Erfolg. Die 29-jährige Slowenin, seit 2017 mit Pogacar zusammen und seit September 2021 verlobt, fährt für AG Insurance–Soudal und hat 2026 ihre bisher beste Saison absolviert.
urska zigart größe und gewicht werden oft mit 1,76 m und ca. 66 kg angegeben – typische Maße für eine Allrounderin im Frauenradsport. Doch ihre Zahlen sprechen für sich: Sechste Gesamtwertung bei der Vuelta Femenina, Achte beim Giro d’Italia Women, Zweite bei der Tour de Romandie Féminin – das sind Ergebnisse, die sie zu einer der führenden GC-Fahrerinnen im Frauenpeloton machen.
Besonders bemerkenswert ist ihr Comeback nach einem schweren Sturz bei der Tour de Suisse im Juni 2026, bei dem sie sich den Kiefer brach und zeitweise nicht einmal essen konnte. Nur sechs Wochen später stand sie beim Tour de France Femmes wieder am Start und wurde als erste Slowenin überhaupt zweimalige Finisherin der französischen Grand Tour.
urska zigart tour de france: Ein historischer Meilenstein
Beim Tour de France Femmes 2026 erreichte urska zigart den 48. Gesamtrang – ein Ergebnis, das nach ihrem Mageninfekt während der dritten Etappe fast schon heldenhaft wirkt. Dass sie die Tour trotzdem zu Ende fuhr, zeigt ihre mentale Stärke – eine Eigenschaft, die sie mit Pogacar teilt.
In Interviews hat urska jedoch auch die Schattenseiten ihres Erfolgs benannt: „Ich denke, es wird immer bekannter sein, dass ich Tadej Pogacars Freundin bin”, sagte sie 2025. Eine ehrliche Aussage, die zeigt, wie schwer es ist, im Schatten eines der größten Radsportler aller Zeiten eine eigene Identität aufzubauen. Doch mit ihren Ergebnissen 2025 und 2026 hat sie bewiesen, dass sie mehr ist als nur die Partnerin eines Stars.
Was der Sturz für Pogacars Zukunft bedeutet
Medizinisch betrachtet ist die Kombination aus Gehirnerschütterung, Halswirbelfraktur und Schlüsselbeinbruch eine der gefährlichsten im Radsport. Der medizinische Direktor von UAE Team Emirates betonte, dass es „keinen Vorteil” bringe, Pogacars Rückkehr zu beschleunigen. Die Entscheidung, die Saison komplett abzusagen, ist also nicht nur vorsichtig, sondern strategisch klug.
Für Pogacar bedeutet das: Keine Chance auf den dritten WM-Titel in Folge, keine Möglichkeit, die Vuelta nachzuholen und damit als sechster Fahrer aller Zeiten alle drei Grand Tours zu gewinnen. Das ist ein herber Rückschlag – aber kein Karriere-K.O.
Die menschliche Seite: Zwei Profis, ein Schicksal
Was diese Geschichte besonders macht, ist die Parallele zwischen Pogacar und urska zigart. Beide haben 2026 schwere Stürze erlitten, beide mussten Comebacks bewältigen, beide kämpfen um ihre Identität im Radsport – er als dominierender Champion, sie als Frau, die oft nur als „Freundin von Pogacar” wahrgenommen wird.
Dass urska zigart kurz vor den Weltmeisterschaften im September 2026 bei der Faun Tour in Frankreich erneut stürzte und aufgeben musste, unterstreicht, wie verletzlich Profiradsportler sind – unabhängig von ihrem Status. Nach zwei Etappen noch auf Rang drei liegend, warf sie ein Sturz in der dritten Etappe aus dem Rennen – ein weiterer Schock für die slowenische Nationalmannschaft, die ohnehin schon durch Pogacars Ausfall geschwächt ist.
Ausblick: 2027 als Jahr des Comebacks
Für Pogacar beginnt jetzt die Rehabilitation – ohne Zeitdruck, wie das Team betont. 2027 wird er 28 Jahre alt sein, also in seinem sportlichen Zenit. Die Frage ist nicht, ob er zurückkommt, sondern wie stark. Seine Vertragsverlängerung bis 2032 zeigt, dass UAE an ihn glaubt – und das ist mehr wert als jeder WM-Titel.
Für urska zigart geht die Saison weiter, auch wenn der Sturz bei der Faun Tour ein Dämpfer war. Mit sechs UCI-Siegen, vier slowenischen Zeitfahrmeistertiteln und dem Straßenmeistertitel 2024 hat sie sich längst als eigenständige Größe im Frauenradsport etabliert.
Fazit: Ein Sturz, der verbindet
Pogacars Saisonende ist mehr als nur eine sportliche Nachricht – es ist ein menschliches Drama, das zeigt, wie dünn die Linie zwischen Triumph und Tragödie im Profiradsport ist. Und es ist auch eine Geschichte über zwei Menschen, die diesen Sport lieben, die sich gegenseitig unterstützen und die beide wissen, was es heißt, nach einem Sturz wieder aufzustehen.
urska wird weiterhin ihre eigenen Wege gehen – als Profi-Radsportlerin, als Verlobte, als Slowenin mit Stolz auf ihre Herkunft. Und Pogacar? Er wird 2027 zurückkommen – stärker, klüger und mit einem Vertrag, der ihm die Sicherheit gibt, die er nach diesem Schock braucht.
Die Radsportwelt schaut zu – und wartet auf das Comeback des Jahrhunderts.
Quellen
Pogacar fällt nach Sturz bei der Vuelta für den Rest der Saison aus
Tadej Pogacar bricht sich bei einem Sturz das Genick – damit ist seine Vuelta beendet






