Der Sozialist António José Seguro hat die Stichwahl um die Präsidentschaft in Portugal am 8. Februar 2026 haushoch gewonnen. Er erhielt 66,8 Prozent der Stimmen und besiegt damit den Rechtspopulisten André Ventura mit 33,2 Prozent.
Der Wahlausgang im Detail
In der ersten Runde am 18. Januar 2026 führte Seguro mit 31,1 Prozent der Stimmen vor Ventura mit 23,5 Prozent, was eine Stichwahl notwendig machte. Die Wahlbeteiligung sank in der Stichwahl leicht auf 50,1 Prozent, Seguro siegte jedoch in fast allen Distrikten und Gemeinden. Er wird die Nachfolge des konservativen Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa antreten, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren durfte.
| Kandidat | Partei | 1. Runde (%) | 2. Runde (%) |
|---|---|---|---|
| António José Seguro | PS | 31,1 | 66,8 |
| André Ventura | Chega | 23,5 | 33,2 |
| João Cotrim de Figueiredo | IL | 16,0 | – |
| Henrique Gouveia e Melo | Unabh. | 12,3 | – |
| Luís Marques Mendes | PSD | 11,3 | – |
Hintergrund der Wahl
Portugal wählt alle fünf Jahre seinen Präsidenten in einem semipräsidentiellen System, wobei das Amt hauptsächlich repräsentativ ist, aber Veto-Rechte und die Möglichkeit zur Auflösung des Parlaments umfasst. Elft Kandidaten traten an, darunter etablierte Politiker wie der ehemalige PS-Generalsekretär Seguro und Chega-Chef Ventura. Andere Kandidaten wie Gouveia e Melo oder Marques Mendes empfahlen in der Stichwahl Seguro.
Politische Bedeutung
Seguros Sieg signalisiert eine Abkehr vom Rechtspopulismus und Betonung auf Stabilität, EU-Orientierung und soziale Gerechtigkeit. Viele Mitte-Parteien unterstützten ihn gegen Ventura, der Einwanderung und “Portugiesen zuerst” thematisierte. Seguro versprach als Präsident Kooperation mit der Regierung und Schutz der Demokratie. Er tritt sein Amt voraussichtlich am 9. März 2026 an.
Quellen
Sozialist Seguro gewinnt Präsidentenwahl in Portugal
In Portugal gewinnt Sozialist Seguro Stichwahl gegen Rechtspopulisten






