Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich kurz vor seiner geplanten Reise in die Vereinigten Staaten mit wichtigen europäischen Partnern abgestimmt. Nach Angaben aus Kiew führte Selenskyj Video- und Telefonkonferenzen mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz sowie dem neuen NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Thema der Gespräche war die weitere militärische und wirtschaftliche Unterstützung der Ukraine im Kampf gegen die anhaltende russische Aggression.
Selenskyj betonte, die kommenden Wochen seien entscheidend für die Sicherung der internationalen Unterstützung. Sein Aufenthalt in Washington solle die Beziehungen zur US-Regierung stärken und weitere Hilfspakete für Kiew absichern.
Europa müsse geeint bleiben
In seiner abendlichen Videobotschaft unterstrich Selenskyj die Bedeutung einer geschlossenen europäischen Haltung. „Europa muss weiter an einem Strang ziehen“, forderte er und verwies auf die Notwendigkeit, gemeinsame Strategien hinsichtlich Sicherheitsgarantien und Energieunabhängigkeit zu entwickeln.
Bundeskanzler Merz bekräftigte in Berlin die fortdauernde Solidarität mit der Ukraine. Auch NATO-Generalsekretär Rutte sagte zu, die Koordination der Verteidigungsanstrengungen zu intensivieren, um der Ukraine langfristige Sicherheit zu gewährleisten.
Hintergrund: Angespannte Lage an der Front
Während Selenskyj diplomatisch unterwegs ist, bleibt die militärische Lage im Osten und Süden des Landes angespannt. Ukrainische Medien berichten von schweren Kämpfen in der Region Donezk. Der ukrainische Generalstab teilte mit, russische Truppen hätten erneut versucht, mehrere Ortschaften einzunehmen, seien jedoch zurückgedrängt worden.
Die Abstimmung mit westlichen Verbündeten gilt daher als zentrales Element der ukrainischen Außenpolitik, um militärische und politische Unterstützung zu sichern.
Quellen
Selenskyj stimmt sich mit Verbündeten ab
Moskau wirft Kiew vor Selenskyj-Trump-Treffen “Torpedieren” von Gesprächen vor






