Nach den diplomatischen Gesprächen am Wochenende in Miami hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj optimistisch gezeigt. Zwar blieben die offiziellen Statements nach außen hin zurückhaltend, doch im Hintergrund soll die Arbeit an einem möglichen Friedensabkommen weitergehen. Selenskyj sprach laut ukrainischen Medien von „soliden Fortschritten“ und betonte, dass die Gespräche auf „konstruktiver Basis“ geführt würden.
Fortschritte bei Entwurf eines Friedensabkommens
Wie aus Regierungskreisen in Kiew verlautete, arbeitet eine gemeinsame Delegation derzeit an einem Entwurf für ein Abkommen, das langfristige Sicherheitsgarantien für die Ukraine beinhalten könnte. Die Verhandlungen finden unter Einbeziehung westlicher Partner statt, wobei die Vereinigten Staaten bei den Treffen in Miami eine vermittelnde Rolle übernommen haben sollen. Konkrete Ergebnisse wurden allerdings nicht veröffentlicht.
Russland kritisiert europäische Haltung
Während in Kiew von vorsichtigem Optimismus die Rede ist, reagierte Moskau mit scharfer Kritik. Kremlsprecher Dmitri Peskow warf europäischen Staaten vor, „den Konflikt künstlich zu verlängern“ und Kiew zu einer kompromisslosen Haltung zu ermutigen. Russland beklagt insbesondere die fortgesetzte militärische Unterstützung der EU für die Ukraine. Offizielle russische Medien berichteten, Moskau sehe in den jüngsten Gesprächen „keine ernsthafte Grundlage“ für einen nachhaltigen Frieden.
Europäische und US-amerikanische Reaktionen
In Brüssel und Washington wurde Selenskyjs Äußerung mit vorsichtiger Zustimmung aufgenommen. Diplomatische Kreise betonten, dass jede Bewegung in Richtung eines Waffenstillstands willkommen sei, solange die territoriale Integrität der Ukraine gewahrt bleibe. US-Außenminister Antony Blinken sprach von einem „wichtigen Signal der Gesprächsbereitschaft“ und lobte die Rolle internationaler Vermittler.
Quellen
Selenskyj spricht von soliden Fortschritten
Selenskyj: Russische Truppen verschleppen Dorfbewohner an der Grenze