Die spanische Regierung hat jüngste Medienberichte entschieden zurückgewiesen, die eine mögliche Kooperation mit dem US-Militär nahelegten. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Madrid gebe es „keine laufenden oder geplanten militärischen Absprachen“ zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten, die über bestehende NATO-Verpflichtungen hinausgingen.
Vertreter des Verteidigungsministeriums betonten, dass Spanien seine außen- und sicherheitspolitischen Entscheidungen unabhängig treffe. Die Regierung reagierte damit auf Berichte, wonach das US-Militär angeblich den Ausbau spanischer Stützpunkte zur Unterstützung von Einsätzen im Mittelmeerraum plane.
Hintergrund und politische Reaktionen
In den vergangenen Wochen kursierten Meldungen über eine engere Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern, insbesondere im Zusammenhang mit der geopolitischen Lage im Nahen Osten. Diese Spekulationen lösten auch innenpolitische Diskussionen aus. Vertreter der Opposition forderten von Premierminister Pedro Sánchez „volle Transparenz“ über etwaige Absprachen.
Die spanische Regierung bezeichnete die Berichte als „nicht zutreffend“ und stellte klar, dass es derzeit keine Erweiterung der bilateralen Verteidigungskooperation gebe. Auch aus Washington gab es bislang keine offizielle Stellungnahme zu den Gerüchten.
Quellen
Spanien weist US-Angaben zu militärischer Kooperation gegen Iran zurück
Spanien dementiert Behauptung des Weißen Hauses, es habe einer Zusammenarbeit mit dem US-Militär zugestimmt