Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF bündeln Angebot und stellen drei Sender ein, um ihre Ressourcen effizienter zu nutzen und das Streaming-Angebot zu stärken. Laut einer gemeinsamen Mitteilung der Intendantinnen und Intendanten sollen die betroffenen Sender ihre Inhalte künftig in Online-Mediatheken sowie auf neuen Plattformen anbieten.
Die Entscheidung gilt als Teil einer umfassenden Reform, die auf den steigenden Wettbewerb mit internationalen Streaming-Diensten reagiert. Durch die Bündelung des Angebots wollen ARD und ZDF Kosten senken und gleichzeitig jüngere Zielgruppen online besser erreichen.
Welche Sender betroffen sind
Nach übereinstimmenden Medienberichten betrifft die Entscheidung drei Spartensender, die bisher nur eine geringe Einschaltquote hatten. Einzelne Formate daraus sollen erhalten bleiben, allerdings in die Hauptprogramme oder die Mediatheken integriert werden.
Ziel der Maßnahme ist es, eine stärkere Konzentration auf qualitativ hochwertige Inhalte zu erreichen, die sich an den veränderten Sehgewohnheiten orientieren.
Reaktionen und Ausblick
Während einige Branchenexperten den Schritt als notwendig und überfällig betrachten, gibt es auch Kritik von Zuschauern, die das lineare Angebot schätzen. Dennoch betont die Rundfunkkommission der Länder, dass die geplante Umstrukturierung langfristig zu einer besseren Nutzung der Rundfunkbeiträge führen soll.
Nach Einschätzung des Medienanalysten Thomas Lückerath von DWDL.de ist die Bündelung ein Signal dafür, dass ARDund ZDF ihr Programm zunehmend digital denken müssen – eine Entwicklung, die in anderen europäischen Ländern bereits weiter vorangeschritten ist.
Quellen
ARD und ZDF stellen drei Sender ein
ARD und ZDF stellen drei prominente TV-Sender ein

