Donald Trump hat auf Bedenken Großbritanniens und Europas zu seinen Plänen bezüglich Grönland reagiert und drohende Maßnahmen zurückgenommen, wie der britische Vize-Premierminister David Lammy erklärte. Lammy betonte in einem BBC-Interview, dass der US-Präsident auf die klaren Positionen des Vereinigten Königreichs und NATO-Verbündeter eingegangen sei. Dies markiert eine Deeskalation in einem Konflikt, der Beziehungen zu Verbündeten belastet hatte.
Hintergrund der Grönland-Krise
Trump hatte wiederholt Interesse an einer Übernahme Grönlands geäußert, um US-Sicherheitsinteressen im Arktis-Raum zu wahren, insbesondere angesichts russischer Aktivitäten. Er drohte mit militärischen Schritten oder Zöllen gegen Länder wie das Vereinigte Königreich, Dänemark und andere, die sich widersetzten. Britischer Premierminister Keir Starmer und europäische Führer wie Emmanuel Macron verteidigten die Souveränität Grönlands und betonten das Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung.
Lammys Aussagen zur Reaktion Trumps
David Lammy, enger Verbündeter von US-Vizepräsident JD Vance, erklärte, Trump habe auf britische und europäische Unzufriedenheit reagiert, indem er militärische Drohungen und einen 10%-Zoll auf acht Nationen einschließlich des UK zurücknahm. „Donald Trump ist von der Idee einer Gewaltanwendung und Zöllen zurückgetreten – warum? Weil sein enger Verbündeter Großbritannien zusammen mit europäischen Partnern Bedenken geäußert hat“, sagte Lammy. Er hob hervor, dass dies zu Verhandlungen führe, während Trump eine stärkere US-Rolle in der Arktis-Sicherheit anstrebt.
Diplomatische Auswirkungen
Die Krise entstand nach Trumps Vorwürfen gegen die britische Rückgabe der Chagos-Inseln an Mauritius, die er als „Akt großer Dummheit“ bezeichnete und mit Grönland verknüpfte. Downing Street sprach von „ernster Diplomatie im Hintergrund“, die zum Rückzug führte. Trotz der Entspannung warnen Beobachter, dass Spannungen in der NATO bestehen bleiben könnten. Grönlands Vertreter betonen erneut: „Wir wollen keine Amerikaner sein.“
Quellen
Trump reagierte auf die Bedenken Großbritanniens hinsichtlich Grönlands, sagt Lammy.
Trump sendet vor entscheidenden Gesprächen mit europäischen Staats- und Regierungschefs eine bedrohliche Botschaft zu Grönland

