In Südspanien ist es am Sonntag zu schweren Überschwemmungen gekommen. Besonders betroffen war die Provinz Málaga, wo es innerhalb von zwölf Stunden ununterbrochen geregnet hat. Laut spanischen Medienberichten kamen mindestens drei Menschen ums Leben, nachdem Sturzfluten Straßen überfluteten und Autos mitrissen.
Lokale Behörden berichteten, dass zahlreiche Ortschaften zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten waren. Rettungskräfte waren pausenlos im Einsatz, um eingeschlossene Anwohner in Sicherheit zu bringen.
Behörden rufen Alarmstufe aus
Die spanische Wetterbehörde AEMET hatte bereits im Vorfeld vor außergewöhnlich starken Regenfällen gewarnt. In einigen Regionen fielen mehr als 120 Liter Regen pro Quadratmeter – das entspricht mehr als dem durchschnittlichen Dezemberwert.
Die Regionalregierung von Andalusien rief daraufhin die höchste Alarmstufe aus. Schulen blieben am Montag vorsorglich geschlossen, und Teile des öffentlichen Nahverkehrs kamen zum Erliegen.
Folgen für Bevölkerung und Infrastruktur
Die Überschwemmungen verursachten erhebliche Sachschäden. Straßen wurden unterspült, Brücken beschädigt und zahlreiche Häuser standen unter Wasser. Auch die Stromversorgung war in Teilen der Region unterbrochen.
Laut ersten Schätzungen könnten die wirtschaftlichen Schäden in die Millionen gehen. Versicherungen und Behörden haben bereits mit der Begutachtung der betroffenen Gebiete begonnen.
Klimatische Hintergründe
Meteorologen führen die extremen Wetterlagen auf die Kombination aus einem starken Tiefdruckgebiet über dem Atlantik und ungewöhnlich warmen Temperaturen im Mittelmeer zurück. Diese Faktoren begünstigen die Bildung heftiger Niederschläge, die zuletzt auch in anderen Regionen Südeuropas beobachtet wurden.
Experten warnen, dass solche Extremereignisse aufgrund des Klimawandels künftig häufiger auftreten könnten.
Quellen
Tote bei Überschwemmungen in Südspanien
Drei Tote bei schwerem Hochwasser in Südspanien

