Der Streit um die Ukraine Ungarn Pipeline, auch bekannt als Druschba-Pipeline, eskaliert weiter. Ungarn und die Slowakei fordern Zugang zur Leitung, während die Ukraine russische Angriffe als Ursache für den Ausfall nennt.
Hintergrund des Konflikts
Die Druschba-Pipeline transportiert seit Jahrzehnten russisches Öl nach Ungarn und in die Slowakei durch ukrainisches Gebiet. Seit dem 27. Januar 2026 ist der Transport unterbrochen, was zu Vorwürfen führt: Kiew spricht von Schäden durch russische Drohnenangriffe, Budapest vermutet politische Blockade.
Ungarns Premier Viktor Orbán droht mit Gegenmaßnahmen und blockiert EU-Hilfen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro.
Neueste Entwicklungen
Ungarische und slowakische Experten reisten kürzlich in die Ukraine, um die Ukraine Ungarn Pipeline zu inspizieren, wurden aber nicht offiziell anerkannt. Die EU-Kommission fordert ebenfalls Zugang und wartet auf Kiews Zustimmung.
Orbán erklärte, alle Mittel einzusetzen, um die Lieferungen wiederherzustellen, inklusive Stopp von Benzin- und Diesel-Exporten in die Ukraine.
EU und internationale Reaktionen
Die EU diskutiert alternative Versorgungswege und drängt auf eine Inspektion der Pipeline. Slowakei und Ungarn kooperieren eng, während Präsident Selenskyj eine Reparatur in 1,5 Monaten andeutet – unter der Bedingung der Freigabe der EU-Kredite.
Der Konflikt belastet die EU-Einheit und könnte sich bis zu den ungarischen Wahlen im April hinziehen.
Quellen
Nach Trump-Telefonat mit Putin: US-Regierung erlaubt vorübergehend Verkauf von russischem Erdöl
Selenskyj droht Orban mit ukrainischen Streitkräften