22.12.2025
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Mehr als tausend Drohnen-Sichtungen wecken Sicherheitsalarme in Deutschland

Verdächtige Drohnenflüge BKA

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat in diesem Jahr bis Mitte Dezember mehr als 1000 verdächtige Drohnenflüge über Deutschland erfasst. BKA-Präsident Holger Münch bestätigte dies in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung und betonte die Erstellung eines zentralen Lagebilds, das Daten von Polizei, Bundeswehr und anderen Behörden zusammenführt. Diese Zahlen unterstreichen eine wachsende Bedrohungslage durch unbemannte Luftfahrzeuge.

Betroffene Ziele und Häufung

Vor allem militärische Einrichtungen, Flughäfen und kritische Infrastrukturen wie Rüstungsbetriebe oder Häfen sind betroffen. Beispiele umfassen Störungen am Flughafen München während des Oktoberfests und am Berliner Flughafen Brandenburg, wo Flugbetrieb mehrmals unterbrochen werden musste. Münch hob hervor, dass diese Sichtungen eine „signifikante Gefährdungssituation“ darstellen.

Mögliche Urheber und Unsicherheiten

Eine Zuordnung zu russischen Akteuren ist nicht zu 100 Prozent sicher, da die Festnahme von Drohnenpiloten schwierig bleibt. Kanzler Friedrich Merz äußerte im Oktober den Verdacht auf russische Spionage. Experten vermuten staatliche Akteure, die Unsicherheit säen wollen.

Maßnahmen der Behörden

Deutschland hat ein gemeinsames Anti-Drohnen-Zentrum eingerichtet, das rund um die Uhr operiert und Expertise von Bund und Ländern bündelt. Digitalminister Dobrindt beauftragte eine Drohnenabwehr-Einheit für Flughäfen und andere Standorte. Bis Mitte 2026 sollen Vorschläge für eine umfassende Drohnenreform vorliegen.

​Quellen

Mehr als 1.000 verdächtige Drohnenflüge
BKA registriert in diesem Jahr mehr als tausend verdächtige Drohnenflüge

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